Katja Wirth ist eine der zahlreichen aussichtsreichen österreichischen Nachwuchsfahrerinnen. Sie erblickte am 2. April 1980 in Bezau das Licht der Welt und stürmte direkt am Arzt vorbei auf die Skipiste.
Naja, ganz so schnell war es vielleicht nicht, aber schon im Alter von drei Jahren drückte sie ihrem Bruder Patrick bei dessen Rennen eifrig die Daumen und entdeckte ihre Leidenschaft für den alpinen Schneesport.

Schon in Kinderrennen erfolgreich
Nachdem sie in den Vorarlberger Schülerkader aufgenommen worden war, hatte sie große Probleme mit dem allein sein, Heimweh plagte sie und sie plagte ihre Trainer. Doch dieses bekamen sie schnell wieder in den Griff und so begann der Weg in den Weltcup mit viel Training.
Auf dem Skigymnasium in Stams wurde ihr Talent weiterentwickelt und schon bald bestritt sie zahlreiche FIS-Rennen, zum Teil mit großen Erfolgen. Es war also nur eine Frage der Zeit, dass sie ihr erstes Weltcup-Rennen bestreiten durfte. Leider erlitt sie dann ihre erste schwere Verletzung. Im Februar 1997 zog sich Katja einen Kreuzbandriss im rechten Knie zu. Nach sechs Monaten Rehabilitation und harter Arbeit kam das Comeback im Europacup.
Nach der Aufnahme in den ÖSV-Kader war es dann Anfang des Jahres 2000 in Maribor soweit, dass sie in den Weltcup einsteigen konnte. Sie bestritt den Riesenslalom und konnte erste Erfahrungen im Konzert der Weltklasse-Fahrerinnen sammeln.

Erste Punkte in Lenzerheide
Da sie sich hauptsächlich noch im Europacup fortbewegte, wo sie sich sehr gut präsentieren konnte, dauerte es bis zum März 2002 bis sie ihre ersten Weltcup-Punkte einfahren konnte. In Lenzerheide wurde sie 28. und punktete.
Aus dem Nichts kommend gelang ihr im März 2003 der Sprung auf das Treppchen. Nachdem ihre beste Weltcup-Platzierung bis dahin ein 14. Rang war, ließ sie bei der Abfahrt in Innsbruck ihre Ski richtig laufen und belegte einen unglaublichen zweiten Platz. Gerade nach ihrem durchwachsenen Start hat dieses Rennen, in dem sie nur Michaela Dorfmeister den Vortritt lassen musste, den Knoten platzen lassen. Es folgten in der Saison 2003/2004 zahlreiche Platzierungen in den Punkterängen.

Nie ganz vorne mit dabei
In der WM-Saison 2004/2005 konnte sich Wirth in den Speed-Rennen gut präsentieren, es fehlte ihr aber ein echtes Spitzenresultat. Acht Platzierungen unter den Top-15 lassen jedoch hoffen, dass der Knoten bald platzt. Wünschen wir Katja Wirth, dass sie verletzungsfrei bleibt und noch einen Sprung nach oben schafft. Ihre Karriere steht ja erst am Anfang.

Weltcuppunkte, aber kein Top-Ergebnis
Katja Wirth erwies sich im Olympiawinter als fleißige Punktesammlerin im Weltcup. Dabei sprang im Super G in Aspen sogar ein neunter Platz und ein elfter Rang in Val d´Isère heraus. Bei ihren Ausflügen in den Europacup erreichte sie drei Siege und zwei weitere Stockerl-Plätze. Ein kleines Trostpflaster dafür, dass sie in Turin nicht dabei war, ist vermutlich der dritte Rang in der Abfahrt bei der Österreichischen Meisterschaft in Altenmarkt-Zauchensee.

Steckbrief:
Geboren: 02.04.1980 in Bezau
Nation: Österreich
Größe: 166 cm
Hobbies: Sport allgemein, Reiten, Musik, Malen
Web: www.katja-wirth.at

Erfolge:
Es folgt ein kurzer Blick in den Karrierespiegel der jungen Österreicherin. Die einzelnen Disziplinen sind wie folgt abgekürzt: DH=Abfahrt, SG=Super-G, GS=Riesenslalom, SL=Slalom, K=Kombination

Olympische Spiele
noch keine Teilnahme

Weltmeisterschaften
2005 in Bormio (ITA): DH (DNF)

Weltcup:
Weltcup-Disziplinen-14. im Super-G 2004
2. Platz im Super-G Innsbruck 2003
insgesamt acht Top Ten-Platzierungen