Veronika Zuzulova aus der Slowakei feierte ihr Weltcup-
Debüt im Jahr 2000 in Sölden. Die Riesenslalom- und Slalomfahrerin, die am 15.07.1984 in Bratislava geboren wurde, konnte im vierten Rennen, nachdem sie dreimal ausgeschieden war, erstmalig das Ziel erreichen und mit dem 24. Platz in Park City auch gleich in die Punkteränge fahren.

Erster Erfolg bei den österreichischen Meisterschaften
In Innerkrems 2001 konnte Zuzulova nach einer Saison, in der sie durch viele Ausfälle eine Menge Erfahrung sammeln konnte, die offenen österreichischen Meisterschaften gewinnen. Auch wenn das Rennen nur mittelmäßig besetzt war, ein Sieg tut jeder Fahrerin gut, und auch Zuzulova schöpfte Mut für die bevorstehenden Aufgaben im Weltcup-Zirkus. Doch zunächst schaffte sie hervorragende Platzierungen im Europacup, bevor sie dann in Sestriere einen guten elften Rang im Slalom bei den Profis erreichte.
Der Titel der Junioren-Weltmeisterin war wohl bis jetzt der größte Triumph der damals 17-Jährigen. Im Slalom in Tarvisio/Sella Nevea schnappte sie Maria Riesch den Titel vor der Nase weg und holte sich die Goldmedaille, ließ sich also zur besten Nachwuchsathletin krönen.

Kurze Saison 2002/2003
Im Winter 2002/03 konnte Zuzulova nur vier Weltcup-Rennen bestreiten. Nach dem Rennen in Aspen konnte sie noch zwei Europacup-Rennen fahren, musste die Saison dann jedoch aus Verletzungsgründen beenden. Im Winter 2003/04 stieg sie dann wieder voll ein und konnte positiv in Erscheinung treten. Nach einem durchwachsenen Saisonstart mit Ausfällen, aber auch Punkterängen, konnte sie in der Region Arber ihren ersten Podestplatz bejubeln, als sie beim Sieg von Anja Pärson hinter Monika Bergmann-Schmuderer Dritte wurde. Weitere gute Plätze in Levi unterstrichen ihre Ansprüche, in den kommenden Jahren vor allem im Slalom ein Wörtchen mitzureden.

Vierter Platz in Santa Caterina
Auch im folgenden Winter unterstrich Zuzulova ihre Ambitionen, in die Slalom-Weltspitze vorzustoßen. Mit immer noch jungen 20 Jahren fuhr sie zwei weitere Male in die Top Ten und verpasste in Santa Caterina als Vierte nur knapp den zweiten Podiumsplatz ihrer Karriere. Dabei machte sie mit einem furiosen Finallauf noch sieben Plätze gut.

Lehrjahr für junge Slowakin
Im Weltcup lief es in der Saison 2005/2006 nicht ganz so gut wie im Vorjahr. Zwar verteidigte Zuzulova im März ihren Titel im Slalom bei den slowakischen Meisterschaften in Jasna, doch ein Top Ergebnis im Weltcup wollte sich nicht einstellen. So musste sich die Slowakin mit einem 16. Rang im Slalom in Spindleruv Mlyn zufrieden geben. Als 15. in der Olympiakombination erzielte sie ihr bestes Saisonergebnis, abgesehen vom Europacup in St. Sebastian, bei dem sie siegreich die Strecke verließ. Zwei Siege und ein vierter Platz bei Sommerrennen in Argentinien im August könnten ein Indiz dafür sein, dass es im nächsten Winter wieder aufwärts geht.

Absolute Weltklasse im Slalom
Zwei unglaubliche Serien startete Zuzulova in der Saison 2007/2008. Im Slalom kam sie in jedem Rennen unter die Top Ten. Ein zehnter Platz war allerdings die Ausnahme. Ansonsten erfuhr sie ausschließlich Top-Sechs-Resultate. Viermal schloss sie ein Rennen mit dem Sprung auf das Podest ab. Ohne Ausfall und den überzeugenden Ergebnissen erreichte Zuzulova Rang drei in der Slalom-Disziplinenwertung. Eine andere unglaubliche Serie gab es im Riesenslalom. Nach einem 21. Platz zu Saisonstart schied sie danach in jedem Rennen im oder nach dem ersten Durchgang aus und sammelte keine weiteren Weltcuppunkte. In ihren insgesamt 27 Auftritten im Riesenslalom, konnte sie nur viermal beide Durchgänge zu Ende fahren.

Gold bei der Slalom-EM unter dem Hallendach
Dass sie im Slalom weiter für Furore sorgen wird, zeigte Zuzulova bei der ersten nicht von der FIS anerkannten Europmeisterschaft im November 2009. Im französischen Amnéville dominierte die Slowakin den Slalom und sicherte sich unter dem Hallendach die Goldmedaille.

Steckbrief:
Geboren: 15.07.1984 in Bratislava
Nation: Slowakei
Heimatverein: Skiclub Bratislava
Größe: 172 cm
Gewicht: 66 kg

Erfolge:
Werfen wir einen kurzen Blick in den Karrierespiegel der Nachwuchshoffnung der Slowaken. Die einzelnen Disziplinen sind wie folgt abgekürzt: DH=Abfahrt, SG=Super-G, GS=Riesenslalom, SL=Slalom, K=Kombination

Olympische Spiele:
2006 in Turin (ITA): K (15), SL (22)
2002 in Salt Lake City (USA): SL (DNF), GS (32)

Weltmeisterschaften:
2007 in Are (SWE): SL (13), K (9), GS (21)
2005 in Bormio (ITA): SL (DNF)
2001 in St. Anton (AUT): SL (DNF), GS (34)

Weltcup:
3. Platz Weltcup-Disziplinen-Wertung Slalom 2008
acht Podestplatzierung