Silvia Berger, österreichische Nachwuchshoffnung, wurde am 07.11.1980 geboren. Nachdem sie in der Nationalsportart der Österreicher schon früh geübt war wurde die internationale Skiwelt 1999 auf sie aufmerksam, als sie bei der Junioren-WM in Pra-Loup - Le Sauze die Silbermedaille im Riesenslalom gewinnen konnte.

Starker Weltcup-Start wird gestoppt
Ihr Weltcup-Debüt feierte Silvi 1999 in Tignes mit einem sensationellen neunten Platz. Und das dieser gute Einstand keine Eintagsfliege war, bewies sie eindrucksvoll in den folgenden Rennen. In Copper Mountain wurde sie Elfte, in Serre Chevalier steigerte sie sich schon auf den sechsten Rang und dann, immer noch grün hinter den Weltcup-Ohren, fuhr sie in Val d'Isère mit einer grandiosen Fahrt auf das Podium. Hinter Teamkollegin Michaela Dorfmeister wurde sie Zweitplatzierte und machte sich auf, der neue Star zu werden. In St. Moritz jedoch zog sie sich wenig später bei einem Sturz eine Knieverletzung zu und musste den Rest der Saison zuschauen.
Der Wiedereinstieg erfolgte im nächsten Winter in Sölden. Sie brauchte einige Zeit, um sich wieder voll auszubelasten und ihre alte Form zurückzufinden. Ein elfter Platz in Maribor zeigte ihre ansteigende Form; ein zehnter Rang in Are zum Ende der Saison ließ für den nächsten Winter eine Menge erhoffen.

Leistungsniveau gut, aber steigerungsfähig
Die kommenden Winter brachten für Silvia Berger nicht die erwartete Leistungsverbesserung. Sie konnte zwar stets Punkteränge erreichen, doch für die Österreicher als Skination ist ein 20. Platz doch meist zu wenig. Und so pendelte Berger, auch um sich bessere Startnummern in den Weltcup-Rennen zu erarbeiten, zwischen Europacup und Weltcup hin und her. Der langersehnte zweite Podestplatz folgte dann in der Saison 2003/2004 in Veysonnaz, als sie im Super-G hinter Gerg und Dorfmeister Dritte werden konnte. Berger scheint ihre alte Form aus ihrer Saison wiedergefunden zu haben, denn auch beim Weltcup-Finale 2004 in Sestriere konnte sie einen guten vierten Rang erreichen.

Formkurve stieg vor der WM in Bormio
Nach dürftigen Leistungen zum Saisonbeginn legte Berger 2004/2005 vor Beginn der Weltmeisterschaften in Italien noch einmal zu. Ein dritter Platz im Super-G von Cortina sicherte ihr die ÖSV-interne Qualifikation für das Großereignis, wo sie dann im Super-G einen elften Rang erzielte. Der dritte Rang blieb dann allerdings auch die beste Platzierung der Österreicherin in dieser Saison.

Weltspitze wieder außer Reichweite
Während Silvia Berger im Weltcup noch nicht so gut zurechtkam, siegte sie jedoch beim FIS-Rennen im österreichischen Weissbriach. Dennoch gelangen ihr drei zehnte Plätze in den darauffolgenden Super G-Weltcups in Bad Kleinkirchheim, St.Moritz und Cortina d´Ampezzo. Eine Olympiateilnahme ist ihr dieses Mal noch verwehrt geblieben, dafür fuhr sie parallel zu den Spielen gute Ergebnisse im Europacup ein, darunter einen Sieg im Riesenslalom in Abetone. Bei den nationalen Meisterschaften konnte sich die Österreicherin trotz großer nationaler Konkurrenz im Super-G auf Rang sechs vorfahren.

Silvia Berger über sich
Berger bezeichnet sich selbst als humorvoll und ehrgeizig, im Skisport zeigt sie sich gewissenhaft und leidenschaftlich. Ihren Fahrstil sieht sie aggressiv und kämpferisch und sie freut sich darüber, dass sie es geschafft hat, ihr Hobby zum Beruf zu machen. Ihr Lebensmotto ist: Kämpfen und fest daran glauben, dass man alles schaffen kann! Also dann, Silvi, gib Gas!

Steckbrief:
Geboren: 07.11.1980
Nation: AUT
Größe: 162 cm
Hobbies: Mountainbiken, Volleyball, Motorrad
Web: http://www.silvia-berger.com

Erfolge:
Es folgt ein Blick in den Karrierespiegel der jungen Österreicherin. Die einzelnen Disziplinen sind wie folgt abgekürzt: DH=Abfahrt, SG=Super-G, GS=Riesenslalom, SL=Slalom, K=Kombination

Olympische Spiele:
noch keine Teilnahme

Weltmeisterschaften:
2005 in Bormio (ITA): SG (11)

Weltcup:
Weltcup-Disziplinen-Achte im Super-G 2004
Drei Podiumsplätze