Die Französin Melanie Suchet, geboren am 01.09.1976 in Moutiers, war seit 1993 im Weltcup unterwegs. Die Spezialistin für die schnellen Disziplinen Super-G und Abfahrt bewegte sich schon über ein Jahrzehnt unter den besten 30 Fahrerinnen der Welt.

Beste Saison war die erste
Bei ihrem Weltcup-Debüt in Tignes in ihrem Heimatland Frankreich konnte die 17-jährige Suchet gleich für Furore sorgen. Waghalsig und ohne Angst stürzte sie sich die Piste herunter und wurde am Ende Zehnte. Kaum einer Fahrerin ist ein so erfolgreicher Einstieg in den Profi-Zirkus vergönnt. Suchet hingegen legte noch mehr als eine Schippe drauf, wurde in Garmisch und in Sierra Nevada jeweils Zweite in der Abfahrt und konnte sich in ihrer ersten Saison über einen dritten Platz im Abfahrts-Weltcup freuen. Und auch in Lillehammer bei den olympischen Spielen 1994 zeigte sie sich völlig unbeschwert und fuhr auf den sechsten Rang, nur wenige Zehntel fehlten ihr zu einer Medaille.

Up and Down in der Karriere
In den folgenden zwei Wintern bestritt Suchet nur sechs Rennen. Sie hatte schwer mit ihren Knieverletzungen zu kämpfen und suchte in den Rennen, bei denen sie starten konnte, vergeblich den Anschluss an die Spitze. Nachdem sie zwei Jahre kaum zu sehen war, verlor sie ihre Startberechtigung in der französischen Mannschaft und musste sich durch den Europacup wieder zurückkämpfen. 1997/98 fand sie dann zu alter Stärke zurück. In Lake Louise im Dezember 1997 ärgerte sie Katja Seizinger, wurde am Ende jedoch knapp von ihr geschlagen. Der zweite Platz jedoch war ein Zeichen für die Weltelite, dass Melanie Suchet noch nicht abgeschrieben werden durfte. Beim Doppelsieg von Gerg und Seizinger in Val d'Isere wurde Suchet Vierte, in Altenmarkt im Super-G Dritte und in der Abfahrt Fünfte. Eine erfreuliche Saison mit Top-Leistungen wurde mit ihrem ersten Weltcup-Sieg in Cortina d'Ampezzo gekrönt. Mit 0.23 Sekunden Vorsprung vor Regina Häusl (GER) gewann sie den Super-G und freute sich wie eine Schnee-königin, nach den schweren Verletzungen endlich einen Sieg errungen zu haben. Ein Wehrmutstropfen war dann leider das Verpassen der Bronzemedaille in Nagano. Neun Hundertstel war sie zu langsam, um ihre Landsmännin Florence Masnada von Platz drei zu verdrängen.

Immer wieder mit Verletzungen herumgeplagt
Mely, so ihr Spitzname, ist seit dieser Zeit, wohl ihrem Höhepunkt der Karriere, leider häufig verletzt gewesen und schaffte es aus undurchsichtigen Gründe nicht, ihren Top-Speed wiederzufinden. Sie bewegte sich in den letzten Jahren stets unter den Top 30 der Welt, konnte aber lediglich 2002 nochmal zwei Podestplätze erringen. Im Winter 2003/2004 wurde sie Neunte im Super-G Weltcup und 17. in der Abfahrt.

Steckbrief:
Geboren: 01.09.1976 in Moutiers
Nation: Frankreich
Größe: 162 cm
Gewicht: 65 kg
Hobbies: Motorräder, Partys
Web: http://www.melanie-suchet.net

Erfolge:
Es folgt ein Blick in ihren Karrierespiegel von Amerikas jüngster Weltcup-Teilnehmerin aller Zeiten. Die einzelnen Disziplinen sind wie folgt abgekürzt: DH=Abfahrt, SG=Super-G, GS=Riesenslalom, SL=Slalom, K=Kombination

Olympische Spiele:
2002 in Salt Lake City (USA): SG (10), DH (15)
1998 in Nagano (JPN): SG (8), DH (4)
1994 in Lillehammer (NOR): DH (6), SG (20)

Weltmeisterschaft:
2003 in St. Moritz (SUI): DH (14), SG (26)
1999 in Vail (USA): DH (6), SG (16)

Weltcup:
Weltcup-Disziplinen-Dritte in der Abfahrt 1994
ein Weltcup-Sieg und 7 Podiumsplätze