Die Schwedin Anna Ottosson wurde am 18.05.1976 geboren. Mit ihrer Familie, Mutter Barbro, Vater Hans und ihren Geschwistern Elin und Jonas lebte sie in Östersund. Sport war schon frühzeitig ihre Leidenschaft. Nicht nur alpiner Skisport, sondern auch Eishockey, Basketball oder Fußball betreibt sie gern. Doch ihre Nummer eins ist das Skifahren.

Ottossons Karriereverlauf
Nachdem sie sich über FIS-Rennen und den Europacup in der Skiwelt eingelebt hatte holte sie bei ihrem dritten Weltcup-Rennen mit dem 26. Platz im Riesenslalom in Maribor 1995 ihre ersten Punkte.
Die übliche Prozedur, ein Pendeln zwischen Weltcup, Europacup und FIS-Rennen, fand auch bei der jungen Schwedin Anwendung. Doch erst 1997 in Tignes, dem ersten Saisonrennen, machte sie sich einen Namen. Sie wurde sensationell Sechste, ließ Namen wie Wachter, Meissnitzer und Gerg hinter sich und sorgte zusammen mit ihrer Teamkollegin Ylva Nowen (9. Platz) für die 'Invasion der Schwedinnen'. Und es dauerte nicht lange, da konnte sie dieses Ergebnis noch steigern.
In Are, ihrem 'Heimrennen', belegte sie den dritten Platz und ließ sich von ihrem Publikum zujubeln. Nur die Ausnahme-Fahrerinnen Ertl und Nef waren schneller als Ottosson, für die es ein tolles Erlebnis war, mit ihrer 'Lieblingsskifahrerin' Martina Ertl auf dem Podest stehen zu dürfen.

Von nun an immer im Blick der Großen
Anna Ottosson konnte sich auf Anhieb in der Weltspitze etablieren. Sie war immer gut für einen Platz unter den ersten zehn, an besonderen Tagen für einen Podestplatz. Dieser gelang ihr abermals am Ende des Winter 1998/99 in Sierra Nevada, als sie, geschlagen von der überragenden Anita Wachter, Zweite wurde.
Endlich ganz nach oben fuhr sie sich in Cortina d'Ampezzo 2000 im Riesenslalom. Ihr gelangen zwei Top-Läufe und somit verwies sie bei ihrem ersten Weltcup-Sieg die Konkurrenz um fast eine Sekunde auf die Plätze. Ein Riesenerfolg für die Dame, die doch aus dem Land der Langläufer kommt.

Leider noch kein weiterer Erfolg
Schaut man sich die Statistiken der Schwedin in den letzten Jahren an, bemerkt man nach diesem Sieg in Cortina eine Stagnation der Leistung. Es gelangen ihr noch ein zweiter Platz; die meisten Rennen jedoch verliefen enttäuschend für Anna. Es schien fast so, als hätte sie ihr Leben lang auf ihren ersten Weltcup-Sieg hingearbeitet und dann vergessen, sich neue Ziele zu setzen. Denn nur ein Podestplatz in den letzten fünf Wintern war nicht die wahre Leistungsstärke der Anna Ottosson gewesen.

Riesenslalom-Bronze in Turin
Erst im Jahr 2006 ging es für die Schwedin wieder auf das Podest. Nach einem 13. Platz im ersten Lauf des olympischen Riesenslaloms in Turin glückte ihr im Finale eine Fabelzeit, die sie noch auf das Podest heben sollte. Die Bronzemedaille war ihr bislang größter Erfolg bei einem Großereignis. Im Weltcup dagegen reichte es wieder nicht zu einem Podestplatz, denn der fünfte Rang beim Riesenslalom in Ofterschwang war in jener Saison das beste Resultat der Schwedin.

Anna privat
Annas Hobbies sind Reisen, Sport und lesen. Ihre Lieblingsfarbe ist blau und sie hört am liebsten Red Hot Chili Peppers, Madonna und Robyn. Gar nicht gern mag sie Dunkelheit und Einsamkeit. Neben ihrer Skikarriere studiert sie Wirtschaft an der Universität in Östersund.

Steckbrief:
Geboren: 18.05.1976 in Östersund
Nation: Schweden
Größe: 164 cm
Gewicht: 64 kg
Hobbies: Sport, Reisen, Lesen
Web: http://www.anna-ottosson.tk

Erfolge:
Es folgt ein kurzer Blick in ihren Karrierespiegel. Die einzelnen Disziplinen sind wie folgt abgekürzt: DH=Abfahrt, SG=Super-G, GS=Riesenslalom, SL=Slalom, K=Kombination

Olympische Spiele:
2006 in Turin (ITA): SL (18), GS (3)
2002 in Salt Lake City (USA): SL (13), GS (9)
1998 in Nagano (JPN): SL (10), GS (7)

Weltmeisterschaft:
2005 in Bormio (ITA): GS (12), SL (DNF)
2003 in St. Moritz (SUI): SL (5), GS (15), SG(17)
2001 in St. Anton (AUT): SL (DNF), GS (9)
1999 in Vail (USA): SL (16), GS (10)

Weltcup:
Weltcup-Disziplinen-Vierte im Riesenslalom 2000
Weltcup-Disziplinen-Fünfte im Riesenslalom 1999
ein Weltcup-Sieg