Monika Bergmann-Schmuderer ist am 17.04.1978 in Lam, im Bayerischen Wald, geboren und auch dort aufgewachsen. Im Ortsteil Himmelreich verbrachte sie eine schöne und auch unbeschwerte Kindheit und wurde bereits mit drei Jahren auf Ski gestellt. Im Grundschulalter begann sie bei ihrem Heimatverein SpVgg Lam mit ständigem Sommer- und Wintertraining unter dem Trainer Sepp Klingseisen.

Als Jugendliche äußerst vielseitig
Nicht nur das Skifahren hatte Monika fasziniert, auch im Tennis verbuchte sie Erfolge. Dreimal gewann sie mit ihrer Schulmannschaft die Bundesjugendspiele im Tennis. Zusätzlich wurde sie mehrfache bayerische und deutsche Jugendmeisterin in der Sportart, die sie heute professionell betreibt. International machte Bergmann 1996 zum ersten Mal auf sich aufmerksam. Der zweite Platz bei der FIS Junioren-Weltmeisterschaft im Slalom zeigte, dass sie ein enormes Potenzial in den technischen Disziplinen besitzt.

Start in den Weltcup ziemlich frustrierend
1996/97 durfte die sympathische Bergmann dann im Weltcup ran. Fünfmal trat sie an, dreimal kam sie nicht ins Ziel und zweimal verpasste sie die Qualifikation für den zweiten Lauf. Trotzdem verbuchte sie einen tollen Erfolg in dieser Saison: Bei der Junioren-WM in Schladming ließ sie in der Abfahrt die gesamte Konkurrenz hinter sich und holte sich den Titel. Trotz Konzentration auf den Ski-Rennsport machte Monika ihr Abitur in Garmisch-Partenkirchen und steht somit für die Zeit nach ihrer aktiven Laufbahn nicht mit leeren Händen da. Ihr erstes Resultat im Weltcup dann 1998 in Park City. Ein elfter Platz bedeutete einen Riesenerfolg und den Beginn der emsigen Punktejagd.

Olympia in Nagano
In Japan konnte Monika Bergmann-Schmuderer auftrumpfen und sich beim Sieg ihrer Mannschaftskollegin Hilde Gerg einen neunten Platz im Slalom und einen sechsten in der Kombination erkämpfen. Nach zwei Jahren zwischen Europacup und Weltcup, in denen sie bei den Profis noch nicht endgültig Fuß fassen konnte, platzte im Winter 2001/02 der Knoten. Einem sechsten Platz in Copper Mountain folgte in Lienz mit dem zweiten Platz der Sprung auf´s Podium. Nur fünf Hundertstel fehlten ihr auf die Siegerin Anja Pärson. Danach erzielte sie weitere gute Platzierungen unter den Top 15 und auch bei den Olympischen Spielen in Salt Lake City war ein sechster Platz mehr als verdient.

Volle Konzentration auf den Slalom
In den letzten beiden Jahren bestritt Monika Bergmann-Schmuderer fast ausschließlich Slalom-Rennen. Und damit fuhr sie erfolgreich. Zwar verfehlte sie mehrmals ihren ersten Weltcup-Sieg knapp, doch die Formkurve blieb konstant auf hohem Niveau. Und wenn sie auch dort bleibt ist es nur noch eine Frage der Zeit, wann ihr der erste Coup gelingt.

Goldmedaille bei der WM 2005
Auch 2004/2005 kam sie im Weltcup zwar über einen dritten Platz nicht hinaus, fuhr aber beständig unter die besten zehn. Bei der WM 2005 in Bormio trug sie wesentlich zum Gewinn der Goldmedaille für den DSV im Teamwettbewerb bei, als sie ihren Slalomlauf gewann und damit für ein glänzendes Resultat sorgte.

Leistungsabfall in der Saison 2005/2006 und Trainerwechsel
Ihre Leistungen sind gegenüber den Vorjahren schlechter geworden. Beim Weltcup hatte die Deutsche Mühe ein Top Ten Ergebnis zu erreichen und auch bei den Olympischen Spielen wollte es nicht so recht klappen. Sowohl im Slalom als auch in der Kombination wurde sie nur Sechzehnte. Auf die ersten Rennen des Skiwinters 2006/2007 will sich Monika Bergmann-Schmuderer individuell mit einem Privattrainer vorbereiten, abseits des DSV.

Steckbrief:
Geboren: 17.04 1978 in Lam
Nation: Deutschland
Heimatverein: SPVGG Lam
Größe: 175 cm
Gewicht: 72 kg
Hobbies: Kino, Sprachen, Handball, Volleyball, Fußball, Tennis, Motorräder
Web: www.monika-bergmann.de

Erfolge:
Ihre ersten Weltcuppunkte sammelte sie 1997 mit einem elften Platz beim Slalom in Park City - jetzt ein kurzer Blick in ihren Karrierespiegel. Die einzelnen Disziplinen sind wie folgt abgekürzt: DH=Abfahrt, SG=Super-G, GS=Riesenslalom, SL=Slalom, K=Kombination

Olympische Spiele:
2006 in Turin (ITA): K (16), SL (16)
2002 in Salt Lake City (USA): SL (6), GS (DNF)
1998 in Nagano (JPN): SL (9), K (12)

Weltmeisterschaft:
2005 in Bormio (ITA): SL (DNF), K (15), Team (1)
2003 in St. Moritz (SUI): SL (13)
1999 in Vail/Beaver Creek (USA): DH (32), SL (DNF)

Weltcup:
3. Platz Weltcup-Disziplinen-Wertung Slalom 2004
Sechs Podestplätze im Weltcup