© Kurt Arrigo/Rolex
Der Schweizer Silvan Zurbriggen gilt als der beste Slalomfahrer der Eidgenossen. Nach der überraschenden Silbermedaille bei der WM 2003 von St. Moritz mussten die Schweizer Skifans allerdings lange auf weitere Heldentaten des Wallisers warten - aber sie kamen.

Vize-Weltmeister in St. Moritz
Zurbriggen hatte bei der alpinen Ski-Weltmeisterschaft in St. Moritz 2003 seinen großen Auftritt. Mit einem fulminanten zweiten Durchgang konnte er sich nach vorne kämpfen und holte sich die erste Medaille bei einer Großveranstaltung. Nur Ivica Kostelic war schneller als der Walliser. Mit dieser Silbermedaille stieg Zurbriggen zum besten Slalomfahrer der Schweiz auf. Schon wenige Tage zuvor stellte er seine gute Form unter Beweis, als er in der Kombination einen überraschenden fünften Platz erreichte.

Entwicklung zum Allrounder
Die Lieblingsdisziplin des Schweizers ist ohne Frage der Slalom. Dort hatte er am Anfang der Karriere die größten Erfolge, wie etwa der Vize-Weltmeistertitel in St. Moritz 2003. Doch sieht sich Zurbriggen nicht nur als reiner Techniker. Er probierte in jungen Jahren auch die Speed-Disziplinen mit Erfolg (Junioren-Vize-Weltmeister in der Abfahrt 2001) und wird später auch im Weltcup vermehrt in allen Disziplinen sein Glück versuchen.

Erster Podestplatz im Weltcup
Schon in der Saison 2004/2005 war Zurbriggen in mehreren Disziplinen im Weltcup vorne zu finden. Neben seinem ersten Podestplatz im Weltcup, den er beim Slalom in Sestriere herausfuhr, gelang ihm auch noch ein sehr beachtenswerter fünfter Platz in der Abfahrt von Bormio Ende Dezember 2004. Ebenso schaffte er noch im Super-G eine Top 15-Platzierung. Somit war der Sprung zum Allrounder geglückt.

Guter Auftakt 2005/2006
Der Schweizer machte besonders in den Superkombinationen mit den Plätzen 6, 11 und 9 auf sich aufmerksam. Auch im Slalom gelang ihm im früheren Winter ein zehnter Rang in Beaver Creek. In der zweiten Saisonhälfte lief es dann nicht mehr ganz so gut. Ein 15. Rang im olympischen Slalom war fortan an sein bestes Resultat.

Hahnenkammsieger 2009
Nach einem wenig überzeugenden Winter 07/08 kam Silvan Zurbriggen 2009 innerhalb eines starken Schweizer Teams immer besser in Fahrt. Vor allem in den Kombinationen zeigte er seine Allrounder-Qualitäten. Kaum auf der Rechnung hatte man ihn dennoch, als er 2009 zum Hahnenkamm nach Kitzbühel kam. Dort stand Zurbriggen am Ende ganz vorn.

Olympischer Traum geht in Kanada in Erfüllung
Insgesamt wurde Zurbriggen in seinen Leistungen mit zunehmendem Alter konstanter und sicherer. So konnte er sich 2010 den dritten Rang in der Slalom-Wertung sichern. Zwar wartet der 28-Jährige weiterhin auf seinen zweiten Weltcupsieg, aber bei den Olympischen Spielen in Kanada erreichte er sein großes Ziel: eine Medaille. Vor den Rennen in Whistler war dem Eidgenossen die Farbe des Edelmetalls egal, am Ende leuchtete seine erste olympische Medaille bronzen - dank des dritten Rangs in der Super-Kombination.

Sieg in Gröden - in der Abfahrt
Der Start in die Saison glückte dem Schweizer dann auch direkt. Höhepunkt bis Weihnachten war der völlig überraschende Sieg bei der Abfahrt in Gröden, wo Zurbriggen auch einmal mehr Speed-Qualitäten zeigte.

Steckbrief:
Geboren: 15.08.1981
Nation: Schweiz
Größe: 185cm
Heimatverein: SC Mattmark
Hobbies: Sport allgemein, Jassen
Web: www.silvanzurbriggen.ch