Mittlerweile ist der Franzose Pierrick Bourgeat ein erfahrener Skirennläufer. Der Slalom-Spezialist konnte noch keinen großen Titel gewinnen, doch ist er immer wieder für eine Top-Platzierung im Weltcup gut.

Durchbruch im Januar 1998
Seinen Durchbruch in die absolute Weltspitze hatte Bourgeat im Januar 1998, als er in vier Rennen in besagtem Monat jeweils unter die besten 15 kam. Höhepunkt dabei war der Slalom von Kranjska Gora (SLO), wo der Franzose die beste Platzierung bis dato herausfuhr. Hinter dem Österreicher Thomas Sykora kam er als Zweiter aufs Treppchen und verfehlte seinen ersten Sieg nur um 16 Hundertstel Sekunden.

Erster Weltcupsieg
Gleich im nächsten Winter machte Bourgeat klar, dass die guten Platzierungen Anfang des Jahres 1998 keine Eintagsfliege waren. Zu Beginn der Saison 1998/1999 gewann der Franzose sein erstes Weltcuprennen. In Park City (USA) war er von keinem der Slalomasse der Welt zu schlagen. Er siegte mit recht deutlichem Vorsprung vor dem Norweger Hans-Petter Buraas und Christian Mayer (AUT).

Doppelsieg in Japan
Der japanische Schnee scheint Bourgeat besonders gut zu liegen. Im Jahr 2001 hatte er im fernen Osten ein ausgezeichnetes Wochenende. In Shigakogen standen zwei Slaloms auf dem Programm. Beide gewann der Franzose vor dem Österreicher Heinz Schilchegger. Somit holte er sich binnen 48 Stunden zwei Weltcupsiege, wobei zu diesem Zeitpunkt der letzte Triumph im Weltcup schon zweieinhalb Jahre zurücklag.

Kurz vorm vierten Weltcupsieg
In der Saison 2003/2004 konnte Bourgeat wieder an einem Weltcupsieg schnuppern. In Chamonix (FRA) fuhr er zwei blitzsaubere Durchgänge und war nur minimal langsamer als der Sieger des Rennens, Giorgio Rocca aus Italien. War er im ersten Durchgang lediglich drei Hundertstel Sekunden langsamer als der Italiener, fehlten ihm am Ende ganze acht Hundertstel Sekunden zum Sieg.

Top Ten Erfolge
Für einen Podestplatz hat es in der Saison 2004/2005 nicht ganz gereicht. Allerdings hat der Franzose durch seine stetige Leistung für zwei gute Top Ten-Platzierungen bei Weltcuprennen und einen dritten Platz bei der Weltmeisterschaft in Bormio mit dem Team gesorgt. Damit konnte er einen durchwachsenen Winter mit Edelmetall versüßen.

Gute Aussichten für 2007
Wieder gelang es dem Franzosen zweimal in die Top Ten vorzustoßen. Achter wurde er in der Superkombination in Wengen, Siebter in eben dieser Disziplin in Chamonix. Ein beachtlicher Erfolg ist ebenfalls der achte Rang in der olympischen Kombination in Sestriere. Der gute Saisonabschluss erfolgte dann auch prompt mit dem fünften Platz beim Slalom in Are. Das ist deswegen besonders vielversprechend, weil dort 2007 die Weltmeisterschaft stattfindet.

Steckbrief
Geboren: 28.01.1976
Nation: Frankreich
Heimatverein: CS Chamrouss
Größe: 183cm
Gewicht: 85kg

Erfolge
Sein Weltcup-Debüt feierte Pierrick Bourgeat am 21.01.1996, als er sich beim Slalom von Veysonnaz (FRA) nicht für den Finaldurchgang qualifizieren konnte. Beim nächsten Weltcup-Slalom allerdings reichte es für seine ersten Weltcuppunkte. In Park City wurde er 26. Es folgt ein kurzer Blick in den Karrierespiegel. Die einzelnen Disziplinen sind wie folgt abgekürzt: DH=Abfahrt, SG=Super-G, GS=Riesenslalom, SL=Slalom, K=Kombination.

Olympische Spiele:
2006 in Turin (ITA): K (8), SL (11)
2002 in St. Lake City (USA): SL (ausg.)
1998 in Nagano (JPN): SL (10)

Weltmeisterschaft:
2005 in Bormio (ITA): Team (3), K (8), SL (DNF)
2003 in St. Moritz (SUI): SL (17), K (4)
2001 in St. Anton/Arlberg (AUT): SL (9)
1999 in Vail/Beaver Creek (USA): SL (ausg.)
1997 in Sestriere (ITA): SL (ausg.)

Weltcup:
4. Platz Weltcup-Disziplinen-Wertung Slalom 1999 und 2001
insgesamt drei Weltcupsiege, vier zweite Plätze und ein dritter Platz