Der Endspurt hat begonnen. Am 03. Juni wird der Präsident des Internationalen Skiverbands (FIS), Gian-Franco Kasper, in Miami (USA) verkünden, welcher Skiort die alpinen Ski-Weltmeisterschaften 2009 ausrichten wird. Unter den vier Bewerbern ist auch Garmisch-Partenkirchen, das mit zu den Favoriten gehört.

Vier Bewerber um die Ausrichtung:
Neben Garmisch-Partenkirchen gehen Schladming (Österreich), Vail (USA) und Val d'Isere (Frankreich) ins Rennen um die Ausrichtung der Titelkämpfe. Der deutsche Bewerber wird mit einer 15-köpfigen Delegation in Miami anwesend sein, im Gegensatz zu Val d'Isere, das mit 25 Personen vor Ort sein wird. Schladming entsendet sogar 40 Repräsentanten und hat auch für die Bewerbung am meisten investiert. Eine Million Euro wurden ausgegeben, während Garmisch mit der Hälfte ausgekommen ist. Von den 500.000 Euro kommen 300.000 vom Verein, 100.000 von der Gemeinde und der Rest vom DSV und von Audi.

Riesch als Star der Präsentation:
Bevor der Austragungsort am 03. Juni um 19.30 Uhr Ortszeit endgültig bekannt gegeben wird, haben die Bewerber ab 17.00 Uhr noch einmal die Chance, in Form einer 10-minütigen Präsentation, um Stimmen zu werben. Dafür ist von Garmisch-Partenkirchen ein Film vorgesehen, in dessen Mittelpunkt der neue DSV-Star Maria Riesch stehen wird. In Szene gesetzt wurde der Streifen von Jens Hoffmann, der schon mit Willi Bogner erfolgreich an Skifilmen gearbeitet hat. OK-Chef Peter Fischer, Maria Riesch selber, Rosi Mittermaier und Christian Neureuther werden in Miami anwesend sein und Garmisch-Partenkirchen repräsentieren.

OK-Chef Fischer optimistisch:
Der Chef des Garmisch-Partenkircheners Organisationskomitees, Peter Fischer, äußerte sich gegenüber der 'Münchener Merkur' optimistisch zu den Chancen der Bewerbung: "Wir sind gut aufgestellt", sagte er, "und wir haben alles getan, was in unserer Macht steht, um erfolgreich zu sein." Laut Fischer haben sich bereits zahlreiche Nationen auf einen Kandidaten festgelegt, und man müsse nun die Unentschlossenen auf seine Seite bringen. Pro Wahlgang scheidet jeweils der Kandidat mit den geringsten Stimmen aus: "Wenn wir die erste Runde überstehen, dann haben wir gute Chancen", so Fischer.