Zum 24. Mal trafen sich im April in British Columbia/Kanada Skisportler aus den führenden Skinationen der ganzen Welt, um gemeinsam unter den kritischen Augen einer internationalen Jury ihrer Leidenschaft für Pulverschnee zu frönen und die besten Tiefschneefahrer zu ermitteln. Im Gegensatz zu alpinen Skirennen besteht ein Powder 8 Team aus zwei Fahrern. Sie müssen nicht nur über eine Top Kondition verfügen, sondern auch perfekt aufeinander eingespielt sein, um mit absoluter Präzision das schönste 8er Muster im Pulverschnee zu hinterlassen. Bewertet werden von den Juroren die Synchronität der Bewegungsabläufe, die Rundheit und Symmetrie der 8er, die Fahrdynamik sowie die Geschwindigkeit.

Perfekte Organisation von Mike Wiegele:
Nach erfolgreicher Teilnahme bei den Europameisterschaften im österreichischen St.Anton Anfang diesen Jahres konnte sich auch Jörg Schwarz vom Ski Club Bayer Leverkusen mit seinem Partner Alfred Huber (SC Starnberg) als bestes deutsches Team für diese Weltmeisterschaft qualifizieren. Unter den 16 gemeldeteten Herrenteams befanden sich viele ehemalige Weltcup-Skirennläufer sowie mit Heinz Schilchegger auch ein aktuelles Mitglied der österreichischen Nationalmannschaft. Neben kanadischen und amerikanischen Teams waren auch Teams aus Japan, Liechtenstein, Österreich und Deutschland am Start. Bei gewohnt perfekter Organisation durch Mike Wiegeles Helikopter Skiing Crew konnten die Wettkämpfe mit insgesamt 28 Mannschaften in zwei Tagen durchgeführt werden. "Wir hatten zwar auf den berühmten kanadischen Pulverschnee gehofft, aber aufgrund einer ungewöhnlichen Wetterlage konnten wir uns bei Sonnenschein auf den traumhaften Firnschneehängen des berühmten 'Most Magnificent'-Areals mit der Konkurrenz messen", berichtete Alfred Huber bei der Rückkehr nach Deutschland.

12. Rang für Huber/Schwarz:
Nach starken Qualifikationsläufen lag er mit seinem Partner auf einem guten 9.Platz, um dann im darauffolgenden doppelten K.O.-System bei zunehmend schwierigeren Schneeverhältnissen zunächst gegen das spätere Weltmeisterteam Christoph Brugger/Siggi Grüner aus Österreich aus dem Hauptfeld auszuscheiden. Bei diesen K.O. Runden fahren immer zwei Teams gleichzeitig nebeneinander (head-to-head), wodurch die Fahrten für Zuschauer und Aktive noch spektakulärer werden. Auch in der 2. K.O.-Runde mussten sie sich gegen ein starkes österreichisches Team geschlagen geben und beendeten ihre erste WM Teilnahme immerhin mit einem respektablen 12.Platz. "Ja, als bestes deutsches Herrenteam sind wir durchaus zufrieden. Bei dieser überaus starken Konkurrenz - viele Teams fahren schon seit über Jahren in dieser Form zusammen - und den anspruchsvollen Bedingungen haben wir uns nicht wirklich mehr erhoffen können. Wir werden weiter trainieren", so der gebürtige Kölner Schwarz.

Ein Kölner Flachländler im alpinen Skisport:
Auf die Frage, wie denn überhaupt ein Kölner, der die Berge nicht gerade vor der Haustür hat, zum alpinen Skisport auf Wettkampfniveau kommt, gab er eine interessante Antwort: "Ich hatte das Glück, über Zufälle mit 12 Jahren den Ski Club Bayer Leverkusen kennenzulernen, bereits damals schon der grösste Ski Club in Nordrhein-Westfalen. Und auch damals gab es in diesem Verein schon eine sehr aktive Kinder- und Jugendarbeit, die heute sogar noch viel intensiver und professioneller geworden ist. Ich hoffe, mit meinen Erfahrungsberichten auch einen kleinen Beitrag leisten zu können, damit die Kinder weiterhin motiviert diese tolle Sportart ausüben."

Deutsche Damen auf dem dritten Rang:
Bei den Damen konnten die Weltmeister von 2003, Susanne Fuchs und Domique Oliv, ihren Titel leider nicht verteidigen und erkämpften sich einen 3. Platz. Das zweite deutsche Herrenteam beendete die für sie ebenfalls erste Teilnahme mit einem respektablen 15. Rang.