Mit dem Unfall des deutschen Ski-Trainers Markus Anwander befasste sich nun auch das Amtsgericht Garmisch-Partenkirchen. Anwander prallte während des Trainings am 29. Oktober 2001 mit der französischen Skirennläuferin Regine Cavagnoud zusammen. Bei dem Unfall auf dem Pitztaler Gletscher starb Cavagnoud und Anwander lag wochenlang im Koma.

Zeugenaussage von Riesch:
Der deutsche Trainer klagt nun gegen den französischen Skiverband und zwei der damaligen Trainer und fordert 70.000 Euro als Schmerzensgeld und Entschädigung für seinen Verdienstausfall. Für die Zeugenaussage von DSV-Athletin Maria Riesch, damals von Anwander trainiert, wurde der Fall jetzt in Garmisch-Partenkirchen verhandelt. Riesch konnte allerdings wenig zur Klärung helfen: "Es war ausgemacht, dass nach jeder zweiten Fahrt durchgerutscht werden sollte", sagte Riesch. Doch Cavagnoud war dann ein fünftes Mal ohne Wissen Anwanders gestartet und Riesch sah aus der Ferne, "dass etwas passiert ist."