Die norwegische Skination hat nach Kjetil-Andre Aamodt und Lasse Kjus einen weiteren Siegfahrer. Bjarne Solbakken hat sich in der Saison 2003/2004 zu einem echten Spitzenfahrer entwickelt, der auch schon den ersten Weltcup-Sieg in der Tasche hat.

Vielseitiger Sportler
Schon in seiner Jugend zeigte der Norweger, dass er nicht nur im Skifahren Talent mitbringt. Er war ebenso ein sehr guter Fußballer, Handballer und im Skispringen erfolgreich, konnte er doch sogar in dieser Disziplin einen Wettkampf gewinnen. Aber im Laufe der Zeit konzentrierte er sich dann doch ausschließlich auf den alpinen Skisport und übte die anderen Sportarten nur noch als Hobby aus.

Anfang im Europacup
Wie zahlreiche Skifahrer musste sich auch Solbakken zunächst einmal im Europacup seine Sporen verdienen, bevor er im Weltcup eingesetzt wurde. Zwischen 1997 und 2000 konnte der Norweger einige Top-Resultate einfahren, unter anderem einen Sieg in der Abfahrt in Italien 1997 und einen Riesenlalom-Sieg in Österreich 2000. Im Winter 2001/2002 schließlich gelang ihm der Sprung in das Weltcup-Team der norwegischen Mannschaft.

Gute Leistungen bei Olympia
Bei den Olympischen Spielen 2002 in Salt Lake City (USA) zeigte der Norweger gute Leistungen. Er konnte zwar keine Medaillen mit nach Hause nehmen, fuhr aber im Super-G und Riesenslalom nur knapp am Podium vorbei. Im Riesenslalom hatte er als Sechster lediglich 0,18 Sekunden Rückstand auf den Drittplatzierten und im Super-G war er als Fünfter nur 0,27 Sekunden langsamer als der Bronzemedaillen-Gewinner.

Durchbruch 2003/2004
Solbakken ist schon länger in der Weltspitze dabei, doch erst im Weltcup-Winter 2003/2004 schaffte er den Durchbruch zum Siegfahrer. Am 07. Dezember 2003 war es dann soweit. Solbakken konnte seinen ersten Weltcup-Sieg feiern. Er gewann den Super-G in Beaver Creek (USA) und verwies Hermann Maier (AUT) auf den zweiten Rang. Schon zwei Tage zuvor setzte der Norweger ein erstes Ausrufezeichen, indem er in der Abfahrt Zweiter wurde und damit seinen ersten Podestplatz im Weltcup erreichte.

Mittelmaß in der Saison 2004/2005
Nicht optimal lief es zuletzt für den Norweger Solbakken. Er konnte in der Saison 2004/2005 keinen einzigen Top Ten Erfolg im Weltcup für sich verbuchen. Vor heimischem Publikum wollte er zumindest im Super-G die Teilnahme am Finale in Lenzerheide noch erreichen. Am Ende wurde es dann der 21. Platz. Bleibt zu hoffen das diese Saison nur eine Ausnahme war.

Top Ten kommen in Reichweite
Bjarne Solbakken arbeitete sich 2005/2006 langsam vor. Einem 14.Platz in der Abfahrt in Beaver Creek folgte der elfte Rang beim Super G auf der Streiff. In der Kombinationsabfahrt in Chamonix langte es immerhin zu einem neunten Platz, und in den olympischen Speedisziplinen landete er jedes Mal unter den ersten 30. Ein norwegischer Vizemeistertitel in der Abfahrt rundete die Saison ab.

Steckbrief
Geboren: 18.05.1977 in Alesund (Norwegen)
Nation: Norwegen
Heimatverein: Stranda IL
Größe: 180cm
Gewicht: 81kg
Sprachen: Norwegisch, Englisch, Deutsch
Hobbies: Fußball, Golf, Kajak fahren, Play Station
Web: http://www.strandanett.no/bjarne_solbakken/

Erfolge
Sein erstes Weltcup-Rennen fuhr Solbakken 1998 in Schladming (AUT). Dort belegte er im Super-G den 49. Rang. Die ersten Weltcup-Punkte konnte er dann als beim Riesenslalom in Vail einfahren, als er den 27. Platz belegte. Es folgt ein kurzer Blick in den Karrierespiegel. Die einzelnen Disziplinen sind wie folgt abgekürzt: DH=Abfahrt, SG=Super-G, GS=Riesenslalom, SL=Slalom, K=Kombination

Olympische Spiele:
2006 in Turin (ITA): DH (29), SG (26), GS (20)
2002 in Salt Lake City (USA): SG (5), GS (6), DH (12)

Weltmeisterschaft:
2005 in Bormio (ITA): SG (18), GS (11), DH (26), K (13)
2003 in St. Moritz (SUI): SG (19), DH (17), K (19)
2001 in St. Anton (AUT): SG (10), GS (ausges.)

Weltcup:
1. Platz: Super-G in Beaver Creek (USA) 2003
2. Platz: Super-G in Kvitfjell (NOR) 2004 und Abfahrt in Beaver Creek (USA) 2003
3. Platz: Riesenslalom in Flachau (AUT) 2004