Der Weltcup-Winter 2003/04 war nicht nach dem Geschmack von Sonja Nef. Die Schweizerin fuhr der Konkurrenz meist hinterher und dachte nach Ende der Saison über einen Rücktritt nach. Doch sie hat sich anders entschieden und geht hochmotiviert die neue Saison an.

Motivationsprobleme während der Saison:
Nef hatte während der Saison immer wieder mit Motivationsproblemen zu kämpfen und konnte keine guten Ergebnisse erzielen. Der Tiefpunkt kam dann Ende Februar, als sie im finnischen Levi beim Slalom nicht den zweiten Durchgang erreichen konnte. Zum Abschluss des Winters wurde Nef zwar noch Schweizer Meisterin im Slalom, dennoch verlief die Saison nicht zufriedenstellend und Nef hegte Rücktrittsgedanken.

Neue Ziele gesetzt:
Doch von Rücktritt will die Slalom-Weltmeisterin von 2001 nichts mehr wissen. Vielmehr hat sie sich neue Ziele gesteckt. Im nächsten Jahr will sie bei der Weltmeisterschaft in Bormio (ITA) ganz vorne mitfahren und dann vielleicht mit einer olympischen Medaille 2006 ihre Karriere beenden.

Keine Pause für Nef:
Die 31-jährige wird bis Ende April noch viele Tage im Schnee verbringen. Materialtests und freies Skifahren stehen auf dem Programm, um optimale Voraussetzungen für die nächste Saison zu schaffen.

Zurück zum Erfolg mit neuem Trainer:
Etwas überraschend kam der Entschluss Nefs, sich von ihrem langjährigen Trainer Sepp Brunner zu trennen. Der neue Trainer heißt Franz Gamper. Der Südtiroler, bis 2003 im DSV für die Technikerinnen zuständig und vorher beim italienischen Verband tätig, soll Nef wieder zurück an die Weltspitze führen.

Veranstaltungshinweis:
Am 22. April wird Sonja Nef an der Universität St. Gallen zu Besuch sein, um an einer Talkrunde teilzunehmen. Die offizielle Einladung ist als PDF-Datei angefügt.