Für Peter Rzehak ist die Zeit als aktiver Rennsportler nun Vergangenheit. In Innsbrruck gab er das Ende seiner Karriere bekannt. "Es hat sich in diesem Winter schon abgezeichnet, dass ich aufhöre. Leistungsmäßig war ich zwar noch dabei, doch nach meiner Arthroskopie Mitte Februar hat mir Dr. Christian Fink das Karriereende nahe gelegt", untermauerte Rzehak auf seiner Abschieds-Pressekonferenz seine Entscheidung. "Ich hatte eine schöne Zeit mit dem ÖSV mit einigen Tiefs wegen meiner Verletzungen, aber auch mit vier zweiten Plätzen im Weltcup."

Zum Sieg fehlte nicht viel:
Zu einem Weltcupsieg hat es für den Familienvater indes nie ganz gereicht. Fünfmal fuhr er im Laufe seiner Karriere auf das Weltcup-Podest. Vier zweiten Rängen in den Abfahrten von Garmisch 1993, Wengen 1995, Kitzbühel 1999 und Garmisch 2001 steht ein Stockerlplatz im Super-G von Garmisch 1993 gegenüber. "Das tollste Rennen war für mich sicher Kitzbühel 1999", resümierte Rzehak, der sich an jenem Tag auf der 'Streif' nur seinem steirischen Landsmann Hans Knauß geschlagen geben musste.

Viele Verletzungen:
Seinen Ruf als 'ÖSV-Pechvogel' hat er sich auch wegen seiner zahlreichen Verletzungen beinahe redlich verdient. Gleich drei Kreuzbandrisse (1992, 1993 und 2000) und ein Abriss der Patellarsehne (1996), unterbrachen mit schöner Regelmäßigkeit seine 'Attacken' auf das oberste Siegertreppchen.

Lob vom ÖSV-Alpinchef:
"Peter war bei uns nicht nur als Sportler, sondern auch als Mensch sehr beliebt. Er hat ein unglaublich großes Kämpferherz. Nach den schweren Verletzungen hat er es immer wieder geschafft, sich an die Spitze zurückzukämpfen. Für mich ist er deshalb ein ganz Großer", äußerte sich ÖSV-Alpinchef Heinz Pum überaus positiv über den Sportler Rzehak.

Nach Kitzbühel kam das 'Aus':
Der letzte Saison stand unter keinem guten Stern - stets hieß es für Peter Rzehak 'ab in die ÖSV-interne Qualifikation. Mit einem 15. Platz in der Abfahrt von Kitzbühel verabschiedete sich der Tiroler in den Abfahrer-Ruhestand. Mitte Februar musste Rzehak die Saison vorzeitig beenden, da wegen Ablagerungen im Knie ein chirurgischer Eingriff am Außenmeniskus notwendig geworden war.

Blick in die Zukunft:
Rzehak wird nun in der Firma Sitour von ÖSV-Präsident Peter Schröcksnadel mitarbeiten. "Da kann ich endlich zeigen, dass ich noch was anderes als Skifahren kann. Aber ich werde daneben sicher die Skilehrer- und Trainerausbildung machen."

Peter Rzehak:
Geboren: 8.2.1970 in Brixlegg
Wohnort: Maurach/Tirol
Größe: 1,72 m
Familienstand: verheiratet mit Manuela - zwei Kinder (Peter/10 und Sandra/8)
Verein: SV Achensee
Im ÖSV-Kader seit 1987

Größte Erfolge:
5 Podestplätze im Weltcup (4 Abfahrt, 1 Super-G)
Insgesamt 25 Weltcup-Top-10-Plätze in 15 Karriere-Jahren
Junioren-WM Bronze in Abfahrt und Super-G 1988