Bei den den Schweizer Meisterschaften hatte Sonja Nef wieder einmal Grund zur Freude. Nach einer verkorksten Weltcup-Saison gewann die Appenzellerin den Slalom in Les Crosets mit deutlichem Vorsprung vor Corina Grünenfelder.

Dritter Slalomtitel für Nef:
Sonja Nef holte sich damit nach den Jahren 2000 und 2001 ihren dritten nationalen Titel im Slalom und ihren siebenten insgesamt. Bereits im ersten Durchgang wies Nef die Konkurrenz deutlich in die Schranken und distanzierte alle Fahrerinnen mit Ausnahme von Corina Grünenfelder (1,67 Sekunden zurück) um über zwei Sekunden. Im Final-Durchang ließ es Nef etwas ruhiger angehen und fuhr den Sieg locker nach Hause. "Mein 1. Lauf hatte Weltcup-Niveau. Mit dieser Leistung war ich sehr zufrieden." Dabei hatten die Athletinnen mit extrem schwierigen Bedingungen zu kämpfen, da die Piste recht frühzeitig 'brach'.

Hohe Ausfallquote:
Von 102 gestarteten Athletinnen kamen nur 32 durch. Die Zehnte hatte zudem schon einen Rückstand von fast zehn Sekunden. Marlies Öster, die Meisterin von 2002, schied bereits im ersten und Fränzi Aufdenblatten im zweiten Durchgang aus. Die letztjährige Meisterin Erika Dicht konnte ihren Titel nicht verteidigen, da sie wegen gesundheitlicher Probleme die ganze Saison ausgefallen war.

Imboden holte Slalom-Titel bei den Herren:
Zum Auftakt der Schweizer Meisterschaften hat Urs Imboden zum dritten Mal in Folge den Schweizer Meistertitel im Slalom gewonnen. Der Bündner setzte sich in Les Crosets mit sieben hundertstel Sekunden vor Marc Berthod und 0,27 Sekunden vor Michael Weyermann durch.

Zurbriggen büßte Chancen im ersten Durchgang ein:
Silvan Zurbriggen musste seine Hoffnungen auf den Sieg bereits nach dem ersten Lauf, wo er beinahe stürzte, begraben. Der beste Schweizer Weltcup-Fahrer verbesserte sich dank Bestzeit im zweiten Durchgang immerhin noch auf den vierten Rang.

'Time to say Goodbye'
In Les Crosets nehmen neben den beiden Cheftrainern Karl Frehsner und Angelo Maina auch die zwei langjährigen Weltcupfahrerinnen Lilian Kummer und Corina Grünenfelder Abschied vom Rennsport.

Martin Rufener neuer Männer-Chef:
Eine wichtige Personal-Entscheidung haben die Verantwortlichen von Swiss-Ski am Montag getroffen. Auf einer Pressekonferenz in Bern ist Martin Rufener als neuer Männer-Chef und Nachfolger von Karl Frehsner vorgestellt worden. Der 45-jährige Berner war in den 80er und frühen 90er-Jahren in den USA und Kanada tätig, war aber im Weltcup seit zehn Jahren nicht mehr aktiv. Im Vorfeld war auch DSV Damen-Cheftrainer Wolfgang Maier im Gspräch für den Posten des Cheftrainers der Schweizer Herrenmannschaft.