Das packende Finale im Kampf um den Gesamt-Weltcup wird ultimativ erst am Sonntag entschieden. Raich, Maier, Eberharter und Co. wurden vom Nebel auf der 'Sises-Piste' von Sestriere ausgebremst. Nur Bode Miller braucht nicht in die Verlängerung. Für ihn sind die Träume von der Weltcup-Krone nach seinem Sturz im 1. Durchgang beendet. Nun muss er gar um seine 'kleine Krsitallkugel' im Riesenslalom bangen.

Nebelpoker:
Genau bis Aksel Lund Svindal aus Norwegen hatten die Veranstalter den Final-Durchgang, der schon mit 45 minütiger Verspätung begonnen worden war, durchgezogen. Dann ging wegens des Nebels nichts mehr. Elf Fahrer standen - gefangen in der 'dicken Suppe' von Sestriere - oben am Starthaus. Um 15.00 Uhr traf die Jury eine Entscheidung für den Sport. Das Rennen wurde abgesagt und auf den Sonntag verlegt. Bei Abbruch hatte der US-Amerikaner Daron Rahlves geführt.

Zweiter Durchgang nun am Sonntag um 09.00 Uhr:
Ab 09.00 Uhr werden nun alle 20 Fahrer, die sich für den 2. Durchgang qualifiziert hatten, nochmals an den Start gehen. Damit erhält Stephan Eberharter, der wie Maier bereits den Finaldurchgang gefahren hatte, eine erneute Chance. Denn beim Abbruch des Rennens hatte 'Steff' hinter Maier gelegen und war zu diesem Zweitpunkt eigentlich raus aus dem Rennen um die 'große Kugel'. Nun liegt er wieder vor dem Herminator, wiewohl beide einen ganz schwachen 1. Durchgang absolviert hatten.

Alle Chancen bei Raich:
Vor dem Final-Durchgang im Riesenslalom und dem Slalom, der im Anschluss ebenfalls am Sonntag ansteht, hat Raich nun alle Trümpfe in der Hand. Er führt vor dem Finnen Kalle Palander, der wiederum nach dem Ausscheiden von Miller erster Anwärter auf den Sieg in der Disziplinenwertung ist. Hält Palander den zweiten Platz, dann gehört die 'kleine Kugel' ihm. Im Gesamt-Weltcup sieht der Stand so aus: Maier (1265 Punkte), Eberharter (1223), Raich (1113), Miller (1098).

Bode Miller am Boden - Aus im ersten Durchgang:
Der US-Amerikaner Bode Miller war am Morgen mit der Startnummer 1 ins Rennen gegangen und patzte bereits im 1. Durchgang. Sein Sturz brachte ihn endgültig um alle Chancen im Gesamt-Weltcup. Auch die 'kleine Kristalkugel' des besten Riesenslalom-Fahrers ließ er möglicherweise mit diesem Sturz auf der Sises-Piste von Sestriere liegen.

Widrige Wetterbedingungen:
Alle Athleten hatten im 1. Durchgang schon mit widrigen Wetterbedingungen zu kämpfen. Nur 20 von 29 gestarteten Fahrern erreichten das Ziel und qualifizierten sich für den Finaldurchgang. Nebel und Schnee machten den besten Riesenslalom-Piloten das Leben schwer. Die Rückstände waren bereits nach dem 1. Durchgang enorm.

Kein DSV-Fahrer am Start:
Auch für das Riesenslalom-Finale konnte sich kein DSV-Athlet qualifizieren. Andreas Ertl schaffte in der zurückliegenden Saison nicht den Sprung unter die besten 25 der Disziplinenwertung, der zum Start bei den Finals berechtigt hätte.

Stimmen:
Geirrt hat sich Bruno Kernen unmittelbar nach seinem zweiten Durchgang. Auch er wird am Sonntag noch einmal zum zweiten Durchgang antreten.
Bruno Kernen: "Die Sicht war am Limit. Es ist alles verschwommen. Die Rennunterbrechung ist jetzt richtig. Ich habe eh jetzt Feierabend. Das war mein letztes Weltcuprennen in dieser Saison."