Das Super-G-Finale in Sestriere ging an den 'Mister Super-G'. Hermann Maier (AUT) gewann auf der äußerst anspruchsvollen Strecke in der Zeit von 01:18.73 Min. vor seinen beiden Landsleuten Stephan Eberharter (01:19.36 Min.) und Christoph Gruber (01:19.48 Min.). Benjamin Raich hielt durch den vierten Platz seine Ambitionen auf den Gesamt-Weltcupsieg aufrecht.

Nur 19 Fahrer im Ziel:
Das Rennen auf der 'Kandahar Banchetta G. Nasi' Strecke beendeten nur 19 der 24 qualifizierten Fahrer. Der italienische Trainer Ghidoni hatte einen sehr drehenden Parcours ausgeflaggt, der auch dem US-Amerikaner Bode Miller zum Verhängnis wurde. Er schied nach mehreren Fahrfehlern entnervt aus.

Super-G-Weltcup an Maier:
Schon vor dem abschließenden Rennen in Sestriere stand Hermann Maier als Gewinner der 'kleinen Kristallkugel' des Diziplinen-Besten fest. Am Ende gewann er diese Wertung mit 580 Punkten vor dem US-Amerikaner Daron Rahlves (340 Punkte) und Super-G-Weltmeister Stephan Eberharter (312 Punkte), der sich mit seinem dritten Platz im Rennen noch an dem Norweger Bjarne Solbakken (298 Punkte) vorbeischieben konnte.

Die Lage im Gesamt-Weltcup:
Spannung pur bleibt weiterhin im Kampf um die 'große Kristallkugel' bestehen. Nach den Speedrennen und vor den beiden technischen Disziplinen am Wochenende führt Hermann Maier nunmehr mit 1265 Punkten vor Stephan Eberharter (1223 Punkten) und Benjamin Raich (1113 Punkte). Bode Miller blieb
nach seinem 'Nuller' im Super-G auf 1098 Punkten 'hängen' und hat damit weiter an Chancen eingebüßt. Die Entscheidung kann schon im Riesenslalom am Samstag fallen.

Stimmen:
Hermann Maier: "Wir haben heute alles anders gemacht. Gestern haben wir uns völlig mit dem Material vertan. Ich habe einen Knoten im Bauch gehabt, aber Wut hilft nicht. Heute hatte ich bei der Zieldurchfahrt erstmals das Gefühl eine Bestzeit gefahren zu sein."

Eberharter: "Ich bin mit dem zweiten Platz im Super-G heute zufrieden, denn in der Saison hatte ich dort einige Probleme. Benjamin Raich hat jetzt die besten Karten. Nach der letzten Performance von mir im Riesenslalom bin ich jetzt eher aus dem Kampf um die große Kristallkugel raus. Ich müsste auf Platz fünf fahren, die anderen dürften gar nicht punkten - unrealistisch."

Bode Miller: "Ich bin auf diesem anspruchsvollen Parcours einfach nicht zurecht gekommen, haben dann aufgegeben, als es klar war, dass ich heute keine Punkte machen würde. Ich werde aber bis zum Schluss kämpfen. Keine Frage: Die beiden ersten Final-Rennen haben mich beide in eine schlechte Position gebracht".