Die abschließende Abfahrt bei den Finals in Sestriere ließ sich der US-Amerikaner Daron Rahlves nicht nehmen. Er gewann auf der 'Kandahar Banchetta G. Nasi Strecke' in der Zeit von 01:51.88 Min. vor dem Olympiasieger von 2002, Fritz Strobl (AUT), der 01:51.98 Min. für die 3299 Meter lange Strecke benötigte. Dritter wurde der frischgebackene Abfahrts-Weltcup-Disziplinensieger Stephan Eberharter in 01:52.01 Min., der damit in der Weltcup-Gesamtwertung den US-Amerikaner Bode Miller überholen konnte und nun nur noch 22 Punkte hinter Hermann Maier (AUT) liegt.

Rahlves auf zweitem Platz im Abfahrts-Weltcup:
Mit seinem Sieg im Finale hat Daron Rahlves quasi auf der Zielgeraden der Saison den Österreicher Hermann Maier in der Disziplinenwertung noch abfangen können. Rahlves bringt es hinter Stephan Eberharter (831 Punkte) auf 627 Punkte. Maier hingegen hat hier nur 537 Zähler auf seinem Konto.

Eberharter auf der Überholspur:
Der 34-jährige Zillertaler befindet sich im Kampf um den Gesamt-Weltcup derzeit auf der Überholspur. In Sestriere zeigte sich Eberharter nervenstark und konnte als einziger 'Kugel-Aspirant' bei der Abfahrt punkten.

Maier patzt:
Gänzlich ohne Punkte blieb bei der Abfahrt der Flachauer Hermann Maier, der schon vor dem Rennen kein gutes Gefühl hatte und mit der Strecke nicht zurecht kam. Als 18. des Finales gab es für den 'Herminator' im Gegensatz zu normalen Weltcuprennen keine Zähler, da im Finale nur die besten 15 Fahrer in die Punktewertung kommen.

Miller und Raich abgeschlagen:
Für die beiden 'Techniker' des Führungs-Quartetts gab es keinerlei Chancen auf eine gute Platzierung. Weder Raich noch Miller kamen in die Nähe der Top-15. Der US-Boy musste sich am Ende mit Platz 22, der Blitz aus Pitz gar mit Rang 24. begnügen.

Die Lage im Gesamt-Weltcup:
Damit hat sich das Blatt im Gesamt-Weltcup insbesondere zu Gunsten des Zillertalers Stephan Eberharter gewendet. Maier führt nur noch knapp mit 1165 Punkten vor Eberharter (1143 Punkten), Bode Miller (1083 Punkten) und Benjamin Raich (1063 Punkten). Vor dem Super-G am Donnerstag ab 09.30 Uhr steht besonders Hermann Maier unter Druck.

Für die Speedrennen hatte sich im Vorfeld kein DSV-Fahrer qualifizieren können.