Der US-Amerikaner Daron Rahlves und der Norweger Bjarne Solbakken verhinderten auf der Olympiabakken-Piste im norwegischen Kvitfjell beim letzten Weltcuprennen vor den Finals in Sestriere den totalen Erfolg des ÖSV-Teams.

Rahlves und Solbakken bremsen Maier aus:
Daron Rahlves gewann auf der sehr anspruchsvollen Strecke das Rennen in der Zeit von 01:34.00 Min. vor dem Norweger Bjarne Solbakken (01:34.15 Min.) und Hermann Maier (AUT), der 01:34.17 Min. für die 2574 Meter lange Strecke benötigte. Dahinter platzierte sich Benjamin Raich (AUT) ,ein weiterer heißer Anwärter auf den Gesamt-Weltcup, überraschend auf den vierten Platz.

Acht ÖSV-Fahrer in den Top-Ten:
Die dominierende Nation im Super-G ist klar die österreichische Mannschaft. Hinter Rahlves und Solbakken gingen alle weiteren Top-Ten-Plätze an die Männer vom ÖSV. Maier, Raich, Walchhofer, Knauß, Gruber, Schifferer, Görgl und Fritz Strobl sorgten für ein beeindruckendes Team-Ergebnis.

Eberharter und Miller weiter hinten:
Eher durchwachsen verlief der Super-G für den Sieger der Abfahrt von Kvitfjell. Nach einem nicht optimalen Lauf musste der Zillertaler Stephan Eberharter sich am Ende mit dem zwölften Platz zufrieden geben. Gar nicht gut sieht das Norwegen-Fazit für den US-Amerikaner Bode Miller aus, der nach Platz 26 in der Abfahrt auch beim Super-G nicht über einen 22. Platz hinaus kam.

DSV-Fahrer spielten keine Rolle:
Norwegen war für die beiden DSV-Fahrer Stefan Stankalla und Florian Eckert keine Reise wert. Bereits die Abfahrt verlief mit den Plätzen 42 (Eckert) und 47 (Stankalla) mehr als unbefriedigend. Im Super-G musste Stankalla zudem schon vor der ersten Zwischenzeit alle Hoffnungen auf eine eventuelle Qualifikation für die Finals in Sestriere begraben. Er hatte falsch besichtigt und ein Tor verpasst. Florian Eckert konnte im Super-G von Kvitfjell nach seiner zweijährigen Verletzungspause noch keine Akzente setzen. Er wurde schließlich 37. Damit werden die DSV-Herren in den Speeddisziplinen nicht bei den Finals in Italien vertreten sein.
Die Lage im Gesamt-Weltcup:
Die Lage im Gesamt-Weltcup ist weiterhin spannend wie nie. Hermann Maier verpasste im Super-G die Chance auf einen Sieg, Eberharter und Miller verloren ebenfalls an Boden, Benjamin Raich war der Gewinner des Tages. Es führt vor den abschließenden vier Rennen in Italien (ab Mittwoch, 10. März) Hermann Maier mit nun 1165 Punkten vor dem US-Amerikaner Bode Miller, der es auf 1098 Punkte bringt. Stephan Eberharter hat als Dritter nun 1083 Punkte. Benjamin Raich arbeitete sich mit seinem vierten Platz im Super-G auf 1063 Punkte vor. Damit steigen die Chancen des ÖSV-Technikers wieder, da er neben Miller der einzige Fahrer im Spitzen-Quartett ist, der bei den verbleibenden vier Rennen, also auch im Slalom, auf Punktejagd gehen wird.