Für zwei Speed-Wettbewerbe sind die alpinen Herren im norwegischen Kvitfjell zu Gast. Die letzten beiden Rennen vor dem Weltcupfinale in Sestriere (ITA) werden für Spannung sorgen, gerade da der Kampf um den Gesamt-Weltcup noch lange nicht entschieden ist.

Weiterhin Vierkampf um den Gesamt-Weltcup:
Auch in Kvitfjell wird der Gesamt-Weltcup im Vordergrund stehen. Es gibt immer noch vier Athleten mit Chancen auf den Sieg, die auch alle in Norwegen an den Start gehen werden. Im Moment führt Bode Miller (USA) mit 1084 Punkten die Wertung an, doch hat er nur acht Punkte Vorsprung auf Hermann Maier (AUT), der in den Speed-Disziplinen an diesem Wochenende wohl die Führung übernehmen dürfte. Dahinter lauern zwei weitere ÖSV-Fahrer. Benjamin Raich mit 999 Punkten und Stephan Eberharter mit 961 Zählern haben den Kampf auch noch nicht aufgegeben. Gerade Eberharter kann in Norwegen viele Punkte gutmachen.

Eberharter vor Gewinn des Abfahrts-Weltcups:
In Kvitfjell geht es auch um die kleine Kristall-Kugel in der Abfahrt. Dort hat Stephan Eberharter die besten Karten, führt er doch mit 163 Punkten Vorsprung auf Hermann Maier diese Wertung an. Bei zwei noch ausstehenden Abfahrten kann also Eberharter in Norwegen bereits die Kristallkugel gewinnen. Im Super-G hat sein Teamkollege Hermann Maier bereits die Wertung für sich entschieden.

Rückblick 2003:
Im letzten Jahr fand das Weltcup-Finale in Lillehammer statt. Die Speed-Wettbewerbe wurden in Kvitfjell ausgetragen, bei denen Antoine Deneriaz (FRA) in der Abfahrt und Stephan Eberharter im Super-G erfolgreich waren. Zudem gelang Eberharter auch in der Abfahrt als Zweiter der Sprung aufs Podest. Gute Vorzeichen also für den 34-Jährigen, sich auch in diesem Jahr wieder weit vorne zu platzieren.

Das Programm für Kvitfjell 2004:
Samstag, 06. März:
Abfahrt der Herren ab 11.30 Uhr
Sonntag, 07. März:
Super-G der Herren ab 11.00 Uhr

Wir werden natürlich in unserem Live-Ticker von beiden Rennen berichten.

Kvitfjell:
Kvitfjell wurde erbaut für die Olympischen Winterspiele 1994 - und hat bis heute einen großen Bekanntheitsstatus unter alpinen Skifahrern in der ganzen Welt erreicht. Ausgetragen wurden hier Wettkämpfe im Super-G und in der Abfahrt. So ist aus anfänglich nur einem Lift und einer Abfahrt ein großes Skicenter mit Snowboardpark entstanden.
Die Kvitfjeller Strecken wurden vom Schweizer Bernhard Russi designed. Gerade die Abfahrtsstrecke erfüllt alle modernen Weltcupauflagen.

Spaß für jeden:
Das Skigebiet Kvitfjell ist abwechslungsreich und bietet sowohl dem Anfänger als auch dem Erfahrenen Skispaß und Komfort. Für Kinder gibt es einen extra Bereich zum Ski-Fahren-Lernen und Üben, touristische Besucher können sich auf freundlichen roten Pisten vergnügen und für Freaks stehen schwärzeste und halsbrecherische Abfahrten mit bis zu 64 Prozent Gefälle zur Verfügung. Aber auch Snowboarder werden auf ihre Kosten kommen. Für die gibt es eigens einen Snowboardpark mit Crossbahn, Half-Pipe, Quaterpipes, Rails und Big Jumps.

Skigebiet und Pistendaten:
Alle Wettkampfstrecken verfügen über moderne Beschneiungsanlagen und sind FIS-geprüft. Allein der 4er-Sessellift zur Mittelstation transportiert 2850 Skifahrer in der Stunde.

Abfahrt, Kvitfjell:
Start: 1020 Meter
Ziel: 182 Meter
Höhendifferenz: 832 Meter
Streckenlängen: 3035 Meter
Durchschnittliches Gefälle: 29%
Maximales Gefälle: 64%

Super-G, Kvitfjell:
Start: 823 Meter
Ziel: 182 Meter
Höhendifferenz: 641 Meter
Streckenlänge: 2574 Meter
Durchschnittliches Gefälle: 26%
Maximales Gefälle: 64%