Die beiden Schweizer Skifahrerinnen Sonja Nef und Lilian Kummer hegen Rücktrittsgedanken. Parallel dazu gab der Schweizer Skiverband bekannt, dass Marie-Theres Nadig ab kommender Saison neue Chef-Trainerin der Schweizer Damen-Skimannschaft wird.

Nadig Nachfolgerin von Maina:
Nadig gewann zwei Goldmedaillen bei den Olypischen Spielen von Sapporo 1972 und betreut seit fünf Jahren die Speed-Damen der Schweizer Mannschaft. Sie tritt die Nachfolge von Angelo Maina an, der fortan für die Ausbildung im Schweizer Skiverband zuständig sein wird.

Nef vor Karriereende?
Dagegen rückt das Karriereende von Sonja Nef näher. Sie verzichtete in Levi (Finnland) auf einen Start beim zweiten Rennen und äußerte Rücktrittsgedanken. Die Entscheidung über den Startverzicht traf sie selber, nachdem sie sich am Vortag als 35. nicht für den zweiten Lauf qualifizieren konnte. Laut ihrem Privattrainer Sepp Brunner kämpft Nef seit dem verpassten Podestplatz am Arber mit Motivationsproblemen, was durch die Nicht-Qualifikationen in Are und Levi noch verstärkt wurde.

Unsicherheit bei Nef:
Brunner äußerte die Hoffnung, dass sich sein Schützling doch noch einmal motivieren kann: "Sonja ist unsicher, ob es nächste Saison wirklich besser laufen werde. Ich hoffe aber, dass sie den Mumm findet, nochmals zurückzukommen. Sie hat das Potenzial, den Karriereabschluss erfolgreich zu gestalten." Das Weltcupfinale in Sestriere wird Nef aber laut Brunner auf jeden Fall in Angriff nehmen.

Auch Kummer vor Rücktritt:
Nefs Teamkollegin Lilian Kummer denkt ebenfalls an das Karriereende. Sie konnte sich dieses Jahr nicht für das Weltcupfinale in Sestriere qualifizieren und würde im nächsten Winter dadurch einen Kader zurückversetzt werden. Dies wiederum hätte zur Folge, dass sie sich über den Europacup im nächsten Jahr für die Weltcup-Saison 2005/2006 qualifizieren müsste. Kummer sieht darin keine Perspektive mehr und möchte den jungen Talenten nicht den Weg versperren. Daher wird sie sehr wahrscheinlich vom aktiven Skisport zurücktreten.