Mit der Gesamtzeit von 01:42.72 Minute setzte sich Karlsen vor seinem Landsmann Tom Stiansen (01:42.80 Min.) und dem Österreicher Mario Matt (01:42.99 Min.) durch. Bester Deutscher mit 64 Hundertstel Sekunden Rückstand auf den Sieger wurde Alois Vogl auf Rang acht.

Schwieriger technischer Kurs:
Es war weniger die Piste als der technisch schwierige Kurs, der mehrfach aus der Reihe gesetzt war und den Fahrern auf der 'Podkoren' bei Temparaturen knapp unter dem Gefrierpunkt zu schaffen machte. Trotz der gewaltigen Neuschneemengen der letzten Tage gelang es den Organisatoren den Hang hervorragend zu präparieren. Selbst die enstandenen Eisplatten wurden im Vorfeld von den slowenischen Veranstaltern entfernt. Die technischen Raffinessen hatten dann auch zur Folge, dass schon im ersten Durchgang 22 Fahrer des anfänglich 79-köpfigen Starterfeldes nach Fahrfehlern ausschieden. Unter ihnen auch Bode Miller - derzeit Gesamtweltcup-Führender - der in Rückenlage geriet, überdrehte und vorzeitig ausfiel.

Alois Vogl mit neuerlicher ansprechender Leistung:
Den Einzug ins Finale schafften indes zwei der drei gemeldeten DSV-Athleten. Alois Vogl gelang als bestem Deutschen nach dem ersten Durchgang auf Platz 17 ein ungefährdeter Einzug in das Finale. Dahingegen musste Felix Neureuther auf Platz 30 bis zuletzt zittern, ins Finale zu gelangen. Während Vogl im Finale seine gute Leistung bestätigen konnte, schied Neureuther nach einem Fahrfehler aus und kommentierte den Verlauf: "Die anderen sind halt auch keine 'Hosenpieseler' und ich habe heute nicht alles riskiert, da hängt man sofort hinten dran".

Dramatik im österreichischen Lager:
Dramatisch verlief das Finale aus österreichischer Sicht: Geich drei der österreichischen hatten den ersten Durchgang mit den schnellsten Zeiten beendeten. Doch das Finale entwickelte sich dann insbesondere für Manfred Pranger zur persönlichen Tragödie. Nach seiner Lehrbuchfahrt im ersten Durchgang drehte er beim Geländeübergang ins Steile zu früh ein und verhakte sich in der Folge im Tor, stürzte und fiel aus. Auch die österreichischen Technik-Trainer registrierten das Ausscheiden Prangers im Zielbereich fassungslos. Für Rainer Schönfelder bedeutete das Aus nach einem Fahrfehler einen Rückschlag im Duell mit Kalle Palander, der als Sechster die Ziellinie überquerte.

Der Gesamt-Weltcup:
Mit dem Ausgang des Slaloms dürften sich die beiden ÖSV-Stars Hermann Maier und Stephan Eberharter als heimliche Sieger fühlen - die Lage im Gesamt-Weltcup bleibt nämlich völlig unverändert. Sechs Rennen vor Schluss liegt Miller (1084 Punkte) vor Maier (1076), Raich (999) und Eberharter (961) knapp vorn. Der Weltcup setzt sein Programm am kommenden Wochenende mit einem Super-G und einer Abfahrt in Kvitfjell (NOR) fort.