Nur 24 Stunden nach ihrem zweiten Platz im österreichischen Haus präsentierte sich die Italienerin Isolde Kostner den Zuschauern als Siegerin der zweiten Abfahrt. Mit einer Zeit von 1:39.31 Minuten konnte sie sich vor der Österreicherin Renate Götschl (1:39.66 Min.) durchsetzen. Als Dritte (1:39.90 Min.) fuhr die 21-jährige Schweizerin Fränzi Aufdenblatten auf das Weltcup-Podest. Beste Deutsche wurde überraschend Isabelle Huber auf Rang vier.

Das Comeback der Isolde Kostner:
Mit ihrer heutigen Leistung feierte die 27-jährige Südtirolerin nach zweijähriger Sieglosigkeit ihr großes Comeback. Bereits zum 15. Mal seit ihres - vom tragischen Tod der Österreicherin Ulrike Maier überschatteten - Debüt-Sieges vor zehn Jahren gelang es Kostner, sich ganz oben auf dem Podest zu platzieren. "Ich spüre seit einiger Zeit, dass es immer besser geht. Das Ergebnis am Freitag war ein wichtiger Schub", sagte Kostner.

Vortages-Siegerin Riesch im Unglück:
Unterschiedliche Leistungen lieferten die sieben deutschen DSV-Damen in dem 49-Fahrer starken Teilnehmerfeld ab. Hervorragend lief es für Isabelle Huber, die nach einem technisch sauberen Lauf mit 1:40.00 Minuten das Ziel als Vierte erreichte. Weniger gut kam Hilde Gerg mit der Hochgeschwindigkeits-Gleitstrecke am Kaibling zurecht und wurde Achte. Petra Haltmayr und Martina Ertl sammelten auf den Plätzen 23 bzw. 26 noch einige Weltcuppunkte. Abgeschlagen auf Rang 43 landete Nachwuchsläuferin Steffi Stemmer. Enttäuschend lief es nur 24 Stunden nach ihrem ersten Weltcupsieg für die 19-jährige DSV-Hoffnungsträgerin Maria Riesch aus Garmisch schon kurz nach dem Start: In einer Rechtskurve hatte es ihr die Ski verschlagen. Mit zuviel Druck auf den Innenski rutschte sie auf Eisplatten aus und fuhr mit hoher Geschwindigkeit in die Bande. Dabei hate sie noch Glück im Unglück. Denn außer leichten Schmerzem am Schienbein blieb sie unverletzt.

Enttäuschendes Abschneiden der ÖSV-Damen:
Die ÖSV-Athletinnen dürften sich mit ihren Leistungen hingegen weniger zufrieden zeigen. Zwar gelang es Renate Götschl ihren Vorsprung mit Patz zwei auf 580 Punkte in der Weltcup-Abfahrt weiter vor Hilde Gerg (517 Punkte) auszubauen. Doch das war schon das Erfreulichste, was man nach dieser Abfahrt von den sonst so erfolgsverwöhnten österreichischen Athletinnen berichten kann. Die nach Götschl bestplatzierten Starterinnen waren Brigitte Obermoser und Michaela Dorfmeister auf den Rängen 13 und 14.
Mit Rang 30 gelang es Kathrin Wirth als letzter Österreicherin Weltcup-Punkte zu sammeln.