Die erst 19-jährige Maria Riesch (Head-Tyrolia) hat in Haus im Ennstal (AUT) ihr erstes Weltcuprennen gewonnen. Bei der Ersatzabfahrt für das ausgefallene Rennen in Lech/Arlberg distanzierte sie die Konkurrenz mit einer Wahnsinnsfahrt und konnte einen überragenden Sieg feiern. Sie gewann in der Zeit von 01:39.30 Minuten vor der Italienerin Isolde Kostner (01:39.76 Min.) und der Östereicherin Renate Götschl (01:39.78 Min.).

Riesch mit perfekter Fahrt:
Maria Riesch startete mit der Startnummer 31, da sie als Trainingsschnellste nach allen Favoritinnen an den Start gehen konnte. Die DSV-Athletin überzeugte dann mit einem nahezu perfekten Lauf und wuchs förmlich über sich hinaus. Am Ende hatte sie 0,46 Sekunden Vorsprung vor Isolde Kostner.

Duell Götschl - Gerg:
Im Mittelpunkt des Interesses stand zuvor das Duell um die Abfahrtsweltcup-Führung. Renate Götschl musste aufgrund ihrer schwachen Trainingsleistung schon mit der Startnummer 11 ins Rennen gehen und übernahm zu diesem Zeitpunkt die Führung. Hilde Gerg vom DSV ging mit der Startnummer 21 ins Rennen und konnte nicht an Götschl vorbeiziehen. Sie blieb nach einer nicht ganz fehlerlosen Fahrt 0,28 Sekunden hinter der Speed-Queen aus der Steiermark, verlor am Ende zehn Punkte auf Götschl und wurde Vierte.

Haltmayr erneut mit guter Vorstellung:
Hinter Riesch und Gerg konnte auch Petra Haltmayr als drittbeste Deutsche wieder mit einer guten Leistung glänzen. Sie wurde am Ende Zehnte und kann damit weiterhin auf das Weltcupfinale der Disziplinenbesten hoffen. Isabelle Huber als 18. war viertbeste DSV-Läuferin und konnte sich weitere Weltcup-Punkte sichern. Auch Ellen Hild konnte mit dem 28. Rang noch drei Punkte für den Weltcup mitnehmen. Einzig Stefanie Stemmer verpasste als 33. knapp die Punkte.

Drei Amerikanerinnen stürzen:
Keinen guten Tag erwischten die US-Damen. Gleich drei von ihnen stürzten teilweise schwer und kamen nicht ins Ziel. Am schlimmsten erwischte es Kirsten Clark, die mit dem Hubschrauber in die Klinik nach Schladming gebracht werden musste. Ebenso das Rennen nicht beenden konnten Libby Ludlow und Lindsey Kildow.

Zitate:
Petra Haltmayr: "Man wünscht keiner Athletin so einen Sturz. Ich kann da gar nicht hinschauen und bin froh, dass ich heil im Ziel angekommen bin. Natürlich bin ich mit meiner Fahrt zufrieden. Oben bin ich gut gefahren, hatte nur zwei kleine Wackler. Ich möchte unbedingt das Weltcupfinale packen."

Hilde Gerg: "Ich wollte eng an die Stelle heranfahren, kam dann leider etwas in Innenlage. Diese Abfahrt sollte man eigentlich fehlerfrei fahren können. Dennoch stimmt die Form. Klar, der Abstand zu Renate Götschl wird heute wieder etwas wachsen, aber das kann jetzt von Rennen zu Rennen varieren.

Renate Götschl: "Ich bin fast lieber unten und warte auf die Fahrt von Hilde, als wenn ich noch oben stehe und nachlegen muss. Die absolut schwere Abfahrt ist das hier nicht, doch man muss auch hier das richtige Rezept finden und einen schnellen Ski haben."