Der US-Amerikaner Daron Rahlves hat beim Freitags-Super-G der Herren den Österreichern die Party verdorben. Erstmals in der Geschichte der 'Streifalm'-Super-G-Rennen wurden damit die 'Hausherren' geschlagen.

Maier um Wimpernschlag geschlagen:
In der Gesamtzeit von 01:23.08 Min. holte sich Daron Rahlves, Super-G-Weltmeister von St. Anton 2001, den Sieg und verwies damit Vorjahressieger Hermann Maier (AUT) um 3/100 Sekunden auf den undankbaren zweiten Platz - zumindest aus ÖSV-Sicht. Denn in Kitzbühel zählen für die Österreicher nur Siege. Maier benötigte für die 2280 Meter lange Strecke insgesamt 01:23.11 Min.. Wenig tröstlich für die ÖSV-Herren ist da das gute mannschaftliche Abschneiden, denn Michael Walchhofer fuhr nach guter Leistung auf den dritten Platz (01:23.47 Min.). Auch auf dem vierten Platz landete mit Andreas Schifferer ein weiterer Österreicher, auch der sechste Platz ging mit Hannes Trinkl an einen rot-weiß-roten Fahrer.

Lasse Kjus in Topform - Rückschlag für Miller:
Ein erneut starkes Rennen zeigte einen Tag nach seinem Sieg in der Kombi-Abfahrt der Norweger Lasse Kjus, der sich mit dem fünften Platz im Super-G weiter an der Spitze der Weltcup-Gesamtwertung behaupten kann. Zudem wird er auch am Sonntag in der Kombinationswertung ein gewichtiges Wort um die Punkte mitsprechen können. Wesentlich schlechter erging es auf der 'Streifalm' dem US-Amerikaner Bode Miller, der nach seinem guten Abfahrtsrennen am Vortag (Platz 7) nun nach schlechter Fahrt (Platz 28) wieder an Selbstvertrauen eingebüßt haben dürfte.

DSV-Fahrer spielten keine Rolle:
Keine Rolle spielten auch beim Super-G die beiden DSV-Athleten. Stefan Stankalla belegte nach fehlerhafter Fahrt einen für ihn enttäuschenden 38. Platz und Florian Eckert konnte in seinem Lauf einen Sturz nur knapp vermeiden. Für ihn sind in seiner Comeback-Saison nach schwerer Verletzung Platzierungen (Platz 45) allerdings noch nicht bedeutsam. Er braucht Zeit und Rennkilometer.

Stimmen:
Daron Rahlves: "Das Podium war schon mein Ziel, aber auf einen Sieg kann man hier nie setzen, da Kitz einer der schwersten Super-G im Weltcup ist."
Hermann Maier: "Ich habe es selber verspielt, habe 5/10 verspielt am Hausberg, da hatte ich beinahe einen Steher fast wie beim Slalom. Ich war da zu ungeduldig, da gehört man bestraft. Ich bin heute um 3/100 Sekunden in Sachen Sieg bestraft worden."
Stefan Stankalla: "Ich habe gut in das Rennen gefunden, dann aber im weichen Schnee leider an der Hausbergkante schon einen Fehler gemacht. Für morgen bin ich aber gut motiviert, bei dem Wetter will ich die Atmosphäre auf der Streif morgen genießen."