Skicross FIS World Cup Laax: 16.-18. Januar 2004

Die Siege beim Skicross-Weltcup in Laax gingen wie im Vorjahr an Enak Gavaggio und Magdalena Iljans. Viel Pech hatte das Schweizer Aushängeschild Franziska Steffen. Statt auf dem Podest, landete die 22-jährige aus Saanen im Krankenhaus.

Dichter Nebel und leichter Schneefall:
Wetterglück war den Alpenarena-Organisatoren in diesem Jahr nicht beschieden. Dichter Nebel und leichter Schneefall hinderten die Pisten-Hasardeure jedoch nicht daran, alles zu riskieren. "Ich sehe nichts, los gehts!" Das Motto von Siegerin Magdalena Iljans aus Schweden nahmen sich sämtliche Finalisten zu Herzen. Manche bezahlten ihren (Über)-Mut mit einem Sturz. Doch Skicross ist ohnehin nichts für Weicheier. Die Duelle in den K.o.-Durchgängen wurden mit gewohnt harten Bandagen geführt.

Sturz von Franziska Steffen - Beckenprellung:
Weltcup-Leaderin Franziska Steffen musste ihren Traum vom zweiten Weltcup-Sieg schon im Viertelfinale begraben. Nach einem gravierenden Sturz wurde die junge Draufgängerin ins Spital Ilanz gebracht, wo eine Beckenprellung festgestellt wurde. Ihre Teilnahme an den X-Games, dem Kultevent diverser Trendsportarten, ist damit zumindest in Frage gestellt. Beste Schweizerin war nach Steffens Malheur Emilie Serain als Siebte. Grundsätzliche Erkenntnis im Frauen-Bereich: Niveau und Leistungsdichte haben innerhalb eines Jahres einen Quantensprung gemacht!

Souveräner Sieg für Iljans:
Im Finale kam die frühere Dominatorin Magdalena Iljans souverän zu ihrem ersten Saisonsieg. Im letzten Jahr hatte Iljans noch unter ihrem Mädchennamen Johnsson triumphiert.

Franzose Enak Gavaggio vorne:
Im Rennen der Männer ließ sich Favorit Enak Gavaggio die Butter nicht vom Brot nehmen und feierte im fünften Rennen des Winters den dritten Sieg. Der Franzose musste sich im umkämpften Final-Run gegen drei Konkurrenten wehren, die nur einen Hauch langsamer waren. Hinter Branchenleader Gavaggio reihten sich der Österreicher Roman Hofer und der Japaner Hiroomi Takizawa (2003 Zweiter) ein. Für den Swiss-Ski-Vertreter Pascal Seydoux war der Vorstoß in das Halbfinale äußerst erfreulich. Als Letzter des "kleinen Finals" landete Seydoux auf dem achten Rang (bester Schweizer). Wie Franziska Steffen bekundeten auch die beiden aussichtsreichsten Schweizer Männer Pech: Patrick Schmid verletzte sich in der Qualifikation, Franzsikas Bruder Andreas verlor im Viertelfinale nach einem zeitraubenden Zwischenfall den Anschluss. Eine Tapferkeitsmedaille verdiente sich Isidor Grüner: Ein gebrochener Arm hinderte den zähen Österreicher nicht daran, das Achtelfinale zu überstehen.

Ergebnisse:
Männer:
Laax. Weltcup. Skicross. Männer: 1. Enak Gavaggio (Fr). 2. Roman Hofer (O). 3. Hiroomi Takizawa (Jap). 4. Xavier Kuhn (Fr). 5. Lars Lewen (Sd). 6. Markus Wittner (O). 7. Stanley Hayer (Tsch). 8. Pascal Seydoux (Sz). Ferner: 15. Andreas Steffen. 16. Conradign Netzer. 21. Richard Spalinger. 24. Marcel Homberger. 30. Jakob Rhyner. -- WC-Stand (5 Rennen): 1. Gavaggio 350. 2. Hofer 251. 3. Jesper Brugge (Sd) 243. Ferner: 13. Patrick Schmid 100. 14. Andreas Steffen 98.

Frauen:
Frauen: 1. Magdalena Iljans (Sd). 2. Jenni Kilpinen (Fi). 3. Valentine Scuotto (Fr). 4. Ophelie David (Fr). 5. Karin Huttary (O). 6. Sasa Faric (Sln). 7. Emilie Serain (Sz). 8. Meryl Boulangeat (Fr). Ferner: 11. Brigitte Petruzzi. 12. Franziska Steffen. 16. Seraina Murk. -- WC-Stand (5): 1. Franziska Steffen 362. 2. David 299. 3. Iljans 282. Ferner: 10. Murk 121. 13. Serain 101.