Vier Speedrennen stehen in dieser Woche für die Damen auf dem Programm. Gleich der erste Super-G am Mittwoch, der als Ersatz für das im Dezember 2003 in St. Moritz ausgefallene Rennen zusätzlich ins italienische Cortina d'Ampezzo verlegt worden war, geriet zu einem Sensationslauf.

Überraschender Sieg für Simard - Weltklasse geschlagen:
Die komplette Weltelite stand am Ende ratlos im Ziel. Was war geschehen? Die Kanadierin Genevieve Simard hatte gerade bei Sonnenschein und besten äußeren Bedingungen in der Zeit von 01:13.05 Min. den 1. Super-G von Cortina gewonnen. Dahinter kamen die beiden Deutschen Maria Riesch (01:13.70 Min.) und Hilde Gerg (01:13.83) auf die Plätze zwei und drei. Die US-Amerikanerin Caroline Lalive belegte den vierten Rang. Somit waren anerkannte Läuferinnen vorne, doch wo waren die Österreicherinnen, wo viele andere Favoritinnen?

Rätselraten um die Rennentwicklung - Nummernrennen?
Athleten und Trainer rätselten nach dem Rennen gemeinsam, warum mit einem Schlag ab Startnummer 22 trotz weiterhin guten Wetters keine guten Zeiten mehr zu erzielen waren. Einzig Hilde Gerg schlug sich mit Startnummer 26 noch achtbar, aber auch sie hatte nach der ersten Zwischenzeitnahme schon eine Sekunde Rückstand auf Simard gehabt. Gleich reihenweise holten sich die Spitzenfahrerinnen riesige Rückstände ab.

Wind spielte keine Rolle:
Auch Hilde Gerg versicherte nach dem Rennen. "Am Wind hat es nicht gelegen. Denn den Wind hätte ich ja bemerkt." Eine mögliche andere Erklärung könnte indes die veränderte Sonneneinstrahlung im oberen Teil der Strecke gewesen sein, die den Läuferinnen mit niedrigerer Startnummer einen Vorteil verschafft haben könnte.

DSV mit zwei Podestplätzen - Teamleistung durchwachsen:
Maria Riesch strahlte nach diesem Ergebnis über das ganz Gesicht und auch Hilde Gerg hat mit ihrem dritten Platz Grund zur Freude, übernimmt sie doch hierdurch mit 270 Punkten klar - immerhin bis zum Freitag - die Führung vor Michaela Dorfmeister aus Österreich (228 Punkte). Dann steht der nächste Super-G an gleicher stelle an. Weniger zufrieden mit dem ersten Super-G war sicherlich Martina Ertl, die nur Platz 27 belegen konnte. Petra Haltmayr (Platz 28), Isabelle Huber (Platz 32), Regina Häusl (Platz 35) und Stefanie Stemmer (Platz 49) konnten ebenfalls keine Akzente setzen.