Der Italiener Giorgio Rocca hat sich im französischen Chamonix mit einem beherzten Finaldurchgang den Tagessieg gesichert und mit 290 Punkten auch die Führung in der Weltcup-Slalomwertung zurückerobert.

Rocca 'rockte':
Dabei zeigte Rocca von allen Favoriten die besten Nerven und brachte seine beiden Läufe auf der 'Kandahar-Piste' von Chamonix in der Gesamtzeit von 01.29.09 Min. ins Ziel. Zweiter wurde knapp hinter dem Italiener der Franzose Pierrick Bourgeat in der Zeit von 01:29.17 Min. vor dem US-Amerikaner Bode Miller (01:29.52 Min.). Nach dem 1. Durchgang hatte noch der Österreicher Rainer Schönfelder das Feld angeführt. Ihm misslang aber der 2. Durchgang und er rutschte auf Platz vier im Slalom zurück.

Miller mit Lebenszeichen:
Bode Miller, angetreten in dieser Saison, um den Gesamtweltcup zu gewinnen, war in den vergangenen Wochen ein Opfer seiner eigenen Ansprüche geworden. Viele Ausfälle und mäßige Leistungen haben dem US-Boy einiges von seiner Unbekümmertheit genommen. Nunmehr meldet er sich mit einem guten Finaldurchgang, der ihm auch am Ende den Sieg in der Kombination einbrachte, auf dem Siegerpodest zurück, nachdem er im Slalom nach dem 1. Durchgang nur auf Platz 9 gelegen hatte. Somit kann er vielleicht wieder Fahrt aufnehmen und sich seinem Saisonziel (Gesamtweltcup-Sieg) nähern.

Kombination: Raich verspielt den Sieg:
Eigentlich war dem Österreicher Benjamin Raich der Kombinationssieg vor dem Finaldurchgang des Slaloms schon nicht mehr zu nehmen, sicherlich nicht von den beiden 'Slalomheroen' Hermann Maier und Stephan Eberharter, die zwar beide munter mitfuhren, aber im Slalom chancenlos waren. Raich hatte eigentlich auch ausreichend Vorsprung auf Bode Miller und Lasse Kjus, doch der Blitz aus Pitz 'verhaute' seinen 2. Slalomdurchgang völlig, kam dort so nur auf Rang 18 und überlies damit den Sieg dem US-Amerikaner. Platz drei in der Kombiwertung ging an den 'Altelch' Lasse Kjus aus Norwegen.

Keine Deutschen im Finale:
Das DSV-Slalom-Trio musste in Chamonix einen kleinen Dämpfer nach zuletzt ansprechenden Leistungen hinnehmen. Alois Vogl schied im ersten Durchgang aus. Andreas Ertl (Platz 38) und Felix Neureuther (Platz 45) verpassten beide klar den 'Cut' der besten 30 Fahrer, die sich für das Finale qualifizieren.