Nachdem sich die Befürchtungen, das Abfahrts-Rennen der Herren in Chamonix müsse wegen schlechter Wetterbedingungen abgesagt werden, zerstreut hatten, demonstrierte der 34-jährige Stephan Eberharter mit einem bravourösen Rennen sein Können. Er siegte mit der Bestzeit von 01.59.08 Minuten vor Lasse Kjus (NOR) mit 01.59.39 Minuten und Michael Walchhofer (AUT) mit 01.59.83 Minuten.

Wetterbedingungen machten Austragung fraglich:
Schon bei den Trainingsterminen spielten die milden Temperaturen den Veranstaltern übel mit und der tags zuvor angesetzte Nachholtermin des Abfahrtsrennens von Bormio wurde nach anhaltendem Regen in der Nacht abgesagt. Und auch die reguläre Abfahrt am Samstag stand lange Zeit auf der Kippe. Trotz schlechter Bedingungen am Hang entschloss man sich aber am Samstag-Vormittag den Termin durchzuziehen.

Kjus verhindert siebenfachen Triumf der Österreicher:
Und diese Weltcup-Abfahrt sollte einmal mehr die Dominanz der österreichischen Athleten unterstreichen. Eberharter war mit der Startnummer eins ins Rennen gegangen. Der von ihm gesetzten Richtzeit konnte aber keiner der nach ihm folgenden Starter Paroli bieten. Mit seinem ersten Weltcup-Sieg dieser Saison, dem 15. Abfahrtssieg seiner Karriere, machte er einen gewaltigen Sprung im Gesamtweltcup von Rang neun auf Position vier. Allein der Norweger Lasse Kjus war in der Lage die ÖSV-Phalanx zu durchbrechen und konnte mit seinem zweiten Platz einen siebenfachen rot-weiß-roten Triumf vereiteln. Neben Eberharter und Walchofer waren es Andreas Schifferer, Hannes Trinkl, Fritz Strobl, Johann Grugger und Christoph Gruber auf den Plätzen vier bis acht, die sich aus dem ÖSV-Kader unter den Top 10 platzierten. Einzig Hermann Maier, der nach einem Fahrfehler nur auf Platz 13 landete, erwischte heute nicht seinen besten Tag. Nichts destotrotz führt Maier weiter im Gesamtweltcup, auch wenn es nur noch 17 Punkte sind, die ihn vom Norweger Lasse Kjus trennen.