© Maria Holaus
Maria Holaus hat bereits im Alter von drei Jahren mit dem Skilaufen begonnen. Schon bald fuhr sie mit ihrer Mama alle Pisten im Skigebiet Wilder Kaiser-Brixental herunter und hatte viel Spaß daran.

Schon mit sechs Jahren in einer Trainingsgruppe
Mit sechs Jahren wurde sie in die Trainingsgruppe des Brixner Skiclubs aufgenommen und begann, mit Begeisterung zu trainieren. Dass sie so gerne zum Skiclubtraining ging, ist ihrem ersten Trainer Hans Sieberer zu verdanken, der es bestens verstand, Maria für den Skirennsport zu begeistern. Ihr Cousin Stefan Holaus sah in Maria ein großes Talent und ermutigte ihre Eltern, die Tochter in die Skihandelsschule nach Stams zu schicken.

2. Platz bei Junioren-WM
Im Jahre 2000 wurde Maria in den Nachwuchskader des ÖSV aufgenommen und konnte sich in der darauf folgenden Saison über einige Siege und Podiumsplätze bei FIS-Rennen freuen. Die Krönung war die Teilnahme an der Junioren-WM in Verbier. Dort wurde sie Vizeweltmeisterin in der Abfahrt. Durch diese Erfolge motiviert, freute sie sich schon sehr auf die nächste Saison und konnte ihr Talent durch Siege bei Europacup-Rennen bestätigen.

Schwere Verletzung im Januar 2002
Leider blieb ihr das Glück nicht treu, denn sie verletzte sich im Januar 2002 schwer. Trotzdem begann sie gleich wieder mit dem Rehabilitationstraining und stand im September wieder auf Skiern. Wegen ihrer guten Trainingszeiten durfte sie im November zu den Europacup-Rennen nach Norwegen mitfahren und konnte bei ihrem ersten Rennen einen sehr guten Platz herausfahren. Beim zweiten Rennen passierte dann das Unglück und Maria verletzte sich schon wieder am Knie, was das Ende der Saison bedeutete.

"Jetzt erst recht!"
Das war ihre Devise nach der erneuten Verletzung und schon wieder begann das Rehabilitationstraining mit manchen moralischen Rückschlägen. Mit großer Freude konnte sie im September 2003 endlich wieder auf Skiern stehen und sieht nunmehr einer Fortsetzung ihrer Karriere entgegen.

Dritter Kreuzbandriss 2004
Unglücklicherweise ließ die nächste Verletzung nicht lange auf sich warten. Einmal mehr erlitt die junge Österreicherin einen Kreuzbandriss und konnte die Saison abhaken. Erst 2005/2006 startete sie erneut Gehversuche im Europacup, und das gar nicht mal schlecht. Nach einigen Top-20 Resultaten folgte schließlich das lang ersehnte Comeback mit einem Sieg in der Abfahrt von Altenmarkt-Zauchensee. Tags darauf jubelte Maria Holaus noch über den zweiten Platz im Super-G.

Erste Weltcup-Saison 2006/2007
Nun wurde es Zeit für den Weltcup. Dass ihr die Gesundheit endlich einmal keine Probleme mehr bereitete, demonstrierte die Zeitsoldatin eindrucksvoll mit ihrem Lauf bei der Abfahrt in Altenmarkt-Zauchensee, bei der sie auf Anhieb Vierte wurde. Bei zwei weiteren Rennen der Saison erreichte Maria Holaus ebenfalls die Top-Ten, dabei stürmte sie auch zum besten Resultat ihrer Karriere, einem dritten Platz in der Abfahrt von San Sicario. Ein besonderes Highlight nach den sorgenvollen Jahren war sicherlich auch die Teilnahme an den Weltmeisterschaften im schwedischen Are, an die sie vor dem Winter noch nicht zu denken gewagt hatte. Dort wurde die Speed-Expertin 21. in der Abfahrt.

Erster Weltcup-Sieg
Die Saison 2007/2008 ließ sich gut an,doch mit Podiumsplätzen musste sich die Österreicherin noch gedulden. Doch im Januar 2008 kam dann ihre stärkste Phase: Sieg im Super-G von Cortina, Zweite der Abfahrt in St. Moritz wenige Tage später. Leider war einen Monat später das Glück wieder aufgebraucht. Eine neuerliche Verletzung in Sestriere beendete die vielversprechende Saison vorzeitig.

Erneutes Comeback
Wieder biss Holaus auf die Zähne und stand im Dezember 2008 wieder auf Rennskiern. Und das nicht schlecht: Mit Rang fünf demonstrierte sie einmal mehr, warum sie als Top-Speedfahrerin gilt. Doch auch in dieser Saison waren ihr nur vier Einsätze vergönnt, bis es wieder hieß: Ab in die Reha.

Geschichte wiederholt sich: Aus mit 26 Jahren
Und wieder begann Holaus einen Comeback-Versuch. Wieder wurde sie zum Start gleich wieder Fünfte in Lake Louise. Doch danach ging es wieder abwärts. In Haus ereilte sie das Schicksal am 8. Januar. Sie stieß mit einer Schneekanone zusammen. Ihre ersten Gedanken: "Ich hör auf - und werd' Hebamme." Bis zum Juli 2010 dauerte es dann noch, bis Maria endgültig entschied: Ich höre auf.

Steckbrief
Geboren: 19. Dezember 1983
Nation: Österreich
Skiclub: Brixen im Thale
Beruf: HSZ Zeitsoldatin
Größe: 168 cm
Hobbies: Sport, Lesen

Erfolge
Es folgt ein kurzer Blick in den Karrierespiegel der Österreicherin. Die einzelnen Disziplinen sind wie folgt abgekürzt: DH=Abfahrt, SG=Super-G, GS=Riesenslalom, SL=Slalom, K=Kombination

Olympische Spiele:
keine Teilnahme

Weltmeisterschaft:
2007 in Are (SWE): DH (21)

Weltcup:
2. Platz in der Abfahrt in St. Moritz (SUI) 2008
1. Platz im Super-G in Cortina d´Ampezzo 2008
3. Platz in der Abfahrt in San Sicario 2007
zwei weitere Top-Ten-Resultate