An Kalle Palander führt in diesem Skiwinter in den technischen Disziplinen kaum ein Weg vorbei. Auch auf der Hermann Maier Weltcupstrecke in Flachau dominierte der Ski-Weltmeister das Teilnehmerfeld gerade im 1. Durchgang nach belieben. Palander siegte am Ende verdient in der Gesamtzeit von 01:42.24 Min. vor dem stark fahrenden Österreicher Manfred Pranger (01:42.78 Min.) und dem Italiener Giorgio Rocca (01:42.80 Min.).

Raich sammelt weiter Punkte:
Benjamin Raich sammelt auf dem Weg zum möglichen Gewinn des Gesamtweltcups weiter fleißig Punkte. Einen Tag nach dem Sieg des 'Blitz von Pitz' auf selbiger Strecke im Riesenslalom, holte sich der Allrounder mit seinem vierten Platz nun weitere Weltcuppunkte. Damit rückt er dem Namensgeber der Piste von Flachau - Hermann Maier - in der Gesamtwertung immer näher.

Alois Vogl drehte auf:
Mit Startnummer 42 hatte der DSV-Fahrer am frühen Morgen das Rennen in Angriff genommen und sich geradeso mit 2.84 Sekunden Rückstand auf Palander als 30. in das Finale geschoben. Im 2. Durchgang schlug dann am Mittag die Stunde des Deutschen. Mit Laufbestzeit, die bis zum Ende hielt, lag Vogl lange an der Spitze des Klassements und wurde erst ganz zum Schluss noch auf den immer noch hervorragenden sechsten Platz verdrängt. Am Ende war der Abstand zwischen Vogl und Palander auf nur noch 1,26 Sekunden zusammengeschrumpft.

Neureuther und Ertl ausgeschieden:
Wenn es nach Papa Christian gegangen wäre, dann hätte sein Filius Felix nicht auf die Piste, sondern ins Bett gehört. Doch der grippegeschwächte Felix Neureuther wollte unbedingt starten und musste leider seiner Krankheit Tribut zollen. Er schied ebenso aus wie der momentan glücklose Andreas Ertl, der schon am Vortag den Finallauf im Riesenslalom verpasste.

Favoritenstürze:
Am eigentlich nicht als so anspruchsvoll eingestuften Hang von Flachau zerplatzten einige Träume der arrivierten Skistars. So musste Bode Miller erneut ein für ihn schwarzes Wettkampfwochenende verkraften. Einen Tag nach seinem unnötigen Ausstieg im Finaldurchgang des Riesenslaloms, als er aussichtsreich auf dem dritten Platz gelegen hatte, endete der Slalom auf der Hermann Maier Rennstrecke für den ambitionierten US-Boy bereits nach wenigen Toren mit einem unglaublichen 'Flüchtigkeit-Eeinfädler'. Man muss kein Psychologe sein um zu erkennen, dass es um Bode's Nervenkostüm derzeit eher schlecht bestellt ist.
Ebenfalls schmerzlich war für den Kroaten Ivica Kostelic das Ausscheiden im 1. Durchgang des Slaloms. Denn er lag nach der Zwischenzeit als einziger Fahrer im Bereich des späteren Siegers Kalle Palander.