Bei herrlichem Winterwetter mit Sonne satt und besten äußeren Bedingungen wurde am Samstag der vierte Riesenslalom der Saison auf dem Hang mit dem Namen 'Dolomiten' in Lienz (AUT) ausgetragen. Die selektive Piste wurde im Finallauf vom Italiener Prenn stärker drehend gesetzt. Dadurch wurde die ohnehin enge Strecke mit einigen Wellen, auf der im Zielhang erschwerend Eisplatten freilagen, zu einer sehr anspruchsvollen Weltcup-Piste aufgewertet. Trotz frostiger Temperaturen am Hang erinnerte nur das weiße Kunstschneeband am Hang an die winterliche Jahreszeit. Mit der Gesamtzeit von 2.06.24 Minuten setzte sich Nicole Hosp (AUT) im Finale vor Renate Götschl (AUT) mit 2.06.89 Minuten und Kirsten Clark (USA) mit 2.07.17 Minuten durch. Beste Deutsche auf Rang vier wurde Martina Ertl, die es als einzige der vier gestarteten DSV-Athletinnen ins Finale schaffte.

Starke ÖSV-Damen:
Im zweiten Durchgang beherrschten die Starterinnen aus Österreich in gewohnter Weise das Feld der besten Dreißig. Sechs der zehn ÖSV-Atletinnen schafften den Finaleinzug und dominierten dann das Rennen fast nach Belieben. Mit ihrem Auftritt in Lienz gelang der erst 20-jährigen Nicole Hosp der dritte Weltcup-Sieg ihrer Karriere. Zwei davon errang sie in dieser Saison und mit diesem Resultat unterstreicht sie, dass auch im kommenden Jahr mit ihr zu rechnen sein wird. Renate Götschl zeigte in Lienz einen hervorragenden ersten Durchgang und einen fehlerlosen Finallauf, der nicht nur ihren Trainer sondern auch sie selbst überraschte. Rang zehn für Alexandra Meissnitzer und Platz elf für Michaela Dorfmeister, die jetzt erst richtig in Fahrt zu kommen scheint, rundeten das brilliante Abschneiden der ÖSV-Athletinnen ab.

Martina Ertl - beste Deutsche im KLassement:
Aus deutscher Sicht erfreulich ist wieder einmal das Abschneiden von Martina Ertl. Der 30-Jährigen gelang mit dem vierten Platz ihr bislang bestes Ergebnis auf der Lienzer Strecke und sammelte dadurch weitere wichtige Weltcup-Punkte. Die restlichen DSV-Starterinnen Maria Riesch, Kathy Hölzl und Annemarie Gerg schafften mit verpatzten Auftritten im ersten Durchgang hingegen nicht den Einzug ins Finale. Begünstigt wurde das Ergebnis Ertls sicher durch die krankheitsbedingte Abwesenheit Karen Putzers (ITA) und Fahrfehlern der größten Konkurrentinnen wie Denise Karbon (ITA), Anja Paerson (SWE) und Elisabeth Görgl (AUT), die allesamt ihre Probleme mit der selektiven Strecke hatten und dadurch nicht in das Finale einzogen.

Nadia Styger fährt sich in Form:
Weiterhin hervorzuheben bleiben die Ergebnisse der Schweizerin Nadia Styger und der US-Amerikanerin Sarah Schleper. Beide waren im ersten Durchgang von nahezu aussichtslosen Startplätzen gestartet, hatten dennoch den Einzug ins Finale geschafft und machten auch dort noch weitere Plätze gut. Für die 25-järige Schweizerin bahnt sich damit die bislang beste Saison ihrer Karriere an.