Davide Simoncelli (ITA, 02:33.90 Minuten) setzte sich beim vierten Riesenslalom dieser Saison in Alta Badia (Italien) souverän vor dem Finnen Kalle Palander (02:34.93 Minuten) und dem wiedererstarkten US-Boy Bode Miller (02:35.11 Minuten) durch.
Massimiliano Blardone (ITA, 02:35.33 Minuten) wurde Vierter, Benjamin Rainch (AUT, 02:35.98 Minuten) Fünfter.
Andreas Ertl (Minuten), einziger DSV-Starter, erreichte das Finale als 29., schied dann aber nach Fahrfehler aus, sodass der Deutsche Skiverband ohne Weltcuppunkte blieb.

Eisiger, harter Hang und schlechte Sicht:
Die eisharte 'Gran Risa' in Alta Badia war bei bedecktem Himmel und entsprechend eingeschränkter Sichtverhältnisse eine echte Herausforderung für die Athleten - zehn der 63 für den ersten Durchgang gemeldeten Fahrer schieden aus, viele von ihnen rutschten mit Innenskifehlern von der Piste. Die anderen hatten mit Bodenwellen zu kämpfen, die schwierig auszumachen waren. Im Finale gab es zwei weitere Ausfälle.

Italiener stark - erster Sieg für Simoncelli:
Der Italiener Simoncelli konnte im ersten Lauf mit einer selten guten Fahrt überzeugen und sogar den mit Startnummer vier an die Spitze gefahrenen Palander abfangen. Was keine große Überraschung ist, denn der Italiener war beim dritten Riesenslalom dieser Saison, der am 14. Dezember ebenfalls in Alta Badia stattgefunden hatte, schon Zweitplatzierter hinter dem damals siegreichen Palander. Auch im Vorjahr hatte Simoncelli beim Riesenslalom in Alta Badia (22. Dezember 2002) den zweiten Rang erreicht. Jetzt konnte der Italiener seinen ersten Sieg im Weltcup feiern.
Die Freude in seinem Team wurde durch die Plätze vier (Blardone), sieben (Rieder), acht (Schiepati), zwölf (Ploner) und 22 (Gufler) noch gesteigert.

Die ersten beiden Rennen dieser Disziplin in Sölden (26. Oktober) und Park City (22. November) hatte Bode Miller für sich entschieden.

Miller und Kjus ragen heraus:
In Alta Badia zeigte sich, dass den meisten Speedspezialisten Probleme mit dem nahtlosen Übergang von der Abfahrt zum Riesenslalom hatten. Ohne einen einzigen Trainingstag auf andere 'Bretter' umzusteigen, gelang weder einem Hermann Maier richtig erfolgreich, noch einem Stephan Eberharter, Hans Knauss oder Aksel Lund Svindal.
Dass es dennoch möglich war, ein gutes Ergebnis zu erzielen, unterstrichen Bode Miller und Lasse Kjus, die nach dem ersten Durchgang in Alta Badia auf den Positionen drei und fünf rangierten, am Ende auf den Plätzen drei und neun lagen.

Dane Spencer prescht nach vorne:
Erwähnenswert ist auch, dass der US-Amerikaner Dane Spencer mit einer fulminanten Leistung im Finaldurchgang vom 30. auf den elften Platz nach vorne fuhr.