Der Nachtslalom von Madonna di Campiglio geriet auf der 'Canalone Miramonte'-Piste zu einem Spektakel der besonderen Art. Der Kroate Ivica Kostelic sicherte sich den Sieg in der Gesamtzeit von 01:33.26 Min. vor dem Italiener Giorgio Rocca (01:33.57 Min.) und dem Österreicher Manfred Pranger (01:33.68 Min.), der noch nach dem ersten Durchgang die Führung inne hatte. Benjamin Raich (Platz 4), Rainer Schönfelder (Platz 6) und Kilian Albrecht (Platz 7) rundeten das gute ÖSV-Teamergebnis ab.

Drei DSV-Fahrer am Start:
Überraschend schafften mit Felix Neureuther und Alois Vogl gleich zwei Deutsche den Sprung in den zweiten Durchgang. Auch dort behielten beide Fahrer die Nerven und kamen so zu sehr ansprechenden Ergebnissen. Felix Neureuther belegte am Ende den achten Platz, Alois Vogl erreichte Rang 16. Andreas Ertl aus Lenggries verpasste hingegen als 43. den 'Cut' der besten 30 und musste im Finale zusehen.

Bode Miller im Tief:
US-Skistar Bode Miller ist auch in Madonna nicht in die Erfolgsspur zurückgekehrt. Nach der Hälfte des 1. Durchgangs geriet der Anwärter auf den Gesamtweltcup nach einem Fahrfehler in Innenskilage und konnte das Rennen nur nach einem 'Komplett-Steher' fortsetzen. Damit hatte der Amerikaner alle Chancen auf eine Finalteilnahme verspielt und blieb nach dem Dreifach-Ausstieg bei den Speedrennen von Beaver Creek (USA) einmal mehr ohne Weltccuppunkte. Einzig der vierte Platz beim Riesenslalom von Alta Badia bietet Bode in diesen Tagen etwas Trost.

Madonna - Ort großer Erfolge:
Der Hang von Madonna di Campiglio gilt als Slalomklassiker. In früheren Jahren feierten 30.000 - 40.000 'Tifosi' hier die Siege des Alberto Tomba. Den Rekord an Siegen hält indes der berühmte Schwede Ingemar Stenmark, der insgesamt acht Erfolge für sich verbuchen konnte. Fünf Slalomsiege und drei Riesenslalom-Erfolge sind bislang noch nicht überboten worden.

Großes Starterfeld:
Gleich 75 Athleten waren zum 1. Durchgang auf der 'Canalone Miramonti'- Piste angetreten. Kein Wunder, dass gerade die Fahrer mit den höheren Startnummern unter der immer schlechter werdenden Piste zu leiden hatten.