Der Finne Kalle Palander konnte am Ende auf der sehr anspruchsvollen Piste 'Gran Risa' in Alta Badia jubeln. Er dominierte beide Durchgänge und gewann den 'Ersatz-Riesenslalom' für das abgesagte Rennen im französischen Val d'Isere in der Gesamtzeit von 02:30.57 Min. vor dem überraschend starken Italiener Davide Simoncelli (02:31.49 Min.) und dem Franzosen Frederic Covili (02:31.65 Min.). Der vierte Rang ging an den US-Amerikaner Bode Miller, vor Lasse Kjus aus Norwegen.

Erster Riesenslalomsieg für Palander:
Im Slalom hat sich der Mann aus dem hohen Norden Europas bereits Weltmeisterehren erworben und dort zählt er auch zur absoluten Weltspitze. Nun schickt sich Palander auch im Riesenslalom an, ein ganz großer des alpinen Skisports zu werden.

Österreicher nicht vorne dabei:
Erneut stellten die Österreicher einmal mehr das größte Kontingent an Finalteilnehmern - aber für einen Platz unter den Top-Fünf hat es bei diesem Rennen nicht gereicht. Bester rot-weiß-roter Fahrer war Andreas Schifferer auf dem achten Platz. Stephan Eberharter erwischte als 25. einen schwarzen Tag, Hermann Maier schied im zweiten Durchgang gar aus.

Finale ohne DSV-Fahrer:
Mit zwei Fahrern war der DSV in den 1. Durchgang gestartet - keiner erreichte das Ziel. Andreas Ertl (Startnummer 40) und Youngster Felix Neureuther (Startnummer 65 von 65 Startern) scheiterten beide am Parcours. Damit hält die Misere im deutschen Herren-Skifahren weiter an.

Selektiver Hang:
Die 'Pista Gran Risa' gilt als eine der anspruchsvollsten Riesenslalom-Pisten im skialpinen Weltcup. Seit 1985 gehört der selektive Hang von Alta Badia als ein fester Bestandteil der 'Herren-Tour' an. Die Athleten müssen sich dort mit einem Gefälle von bis zu 53 Prozent auseinandersetzen.

Madonna di Campiglio ruft bereits am Montag:
Auf die Herren warten noch weitere vier Weltcup-Rennen vor Weihnachten - alle in Italien. Schon am Montag gilt es für die Slalom-Experten, die ab 15.00 Uhr (1. Durchgang) und dann später ab 18.15 Uhr (Finale) zum Nachtslalom antreten werden. Am kommenden Wochenende folgt dann das erste Speedwochenende in Europa. Austragungsort ist Gröden.