Mit einer grandiosen Fahrt im zweiten Durchgang gewann die Italienerin Denise Karbon (02:14.69 Minuten) den Riesenslalom von Alta Badia vor den Österreicherinnen Nicole Hosp (02:14.72 Minuten) und Elisabeth Goergl (02:15.06 Minuten). Anja Paerson (SWE, 02:15.07 Minuten) wurde Vierte vor Nicole Gius aus Italien (02:15.54 Minuten).
Martina Ertl schied als einzige Final-Vertreterin des DSV nach einem Fahrfehler aus.

Was für ein zweiter Durchgang:
Denise Karbon sicherte sich diesen Sieg mit einem überragenden zweiten Lauf, in dem sie die deutliche Bestzeit setzte. Nach dem ersten Durchgang hatte sie noch weit zurückgelegen, konnte dann aber wie keine Zweite ihre Linie an den Hang legen, stand sauber auf der Kante, rutschte ensprechend nicht um die Tore und wurde im Ziel für ihre hohe Risikobereitschaft belohnt. Für die Italienerin ist es der erste Weltcupsieg.

Österreichs Damen legen nach:
Die Steirerin Elisabeth Goergl lag nach dem ersten Durchgang des Weltcup-Riesentorlaufs in Alta Badia denkbar knapp vor der Tirolerin Nicole Hosp in Führung.
Spannung im zweiten Durchgang war schon aufgrund der minimalen Zeitabstände zwischen den drei Erstplatzierten garantiert: lumpige fünf Hundertstel Sekunden trennten die beiden Österreicherinnen und die Schwedin Paerson.

Das DSV-Team:
Sowohl Annemarie Gerg (01:08.28 Minuten) als auch Monika Bergmann-Schmuderer (01:10.00 Minuten) und Maria Riesch, die im oberen Teil des ersten Duchgangs ausschied, verpassten die Teilnahme am Finale. Einmal mehr hielt Martina Ertl die DSV-Fahne im Wind der starken Konkurrenz hoch - bis zu ihrem Ausscheiden.

Schwedin bleibt Favoritin:
Anja Paerson ist die Frau, die es in diesem Winter im Riesenslalom zu schlagen gilt. Die Schwedin holte sich im Vorjahr sowohl den Disziplinweltcup (514 Punkte) als auch den WM-Titel.
Die härtesten Konkurrentinnen der 22-Jährigen dürften die Italienerin Karen Putzer, im Vorjahr mit 513 Punkten denkbar knapp geschlagene Zweite in der Disziplinenwertung, sowie die Österreicherin Nicole Hosp oder auch deren Teamgefährtin Elisabeth Goergl sein.
Aber auch Vizeweltmeisterin Denise Karbon (ITA), Michaela Dorfmeister (AUT) oder Martina Ertl (GER) muss man weiterhin auf der Rechnung haben.

Schneemangel und Verlegungen:
In Alta Badia werden dieses Jahr an zwei Wochenenden hintereinander Riesenslaloms ausgefahren. Der italienische Ort ersetzte diesen eigentlich für Spindleruv Mlyn in Tschechien geplanten Riesenslalom der Damen, der wegen Schneemangels abgesagt worden war, und tut dies aus denselben Gründen ebenso für das am 14. Dezember ursprünglich in Val d'Isere angesetzte Rennen.
In der nächsten Woche finden zudem die regulären Rennen in dem renommierten italienischen Skiort statt.

Anspruchsvoller Hang:
Bereits im Vorfeld des Rennens hatten sich die Athletinnen äußerst respektvoll über die 'Gran Risa' geäußert. Nach ihren Aussagen bietet Alta Badia einen der schwersten Riesenslalom-Hänge im alpinen Weltcupgeschehen überhaupt.

Rückblick auf das letzte Jahr:
Im letzten Jahr fand der traditionelle Riesenslalom der Herren in Alta Badia kurz vor Weihnachten statt. Es gewann sehr überlegen der Amerikaner Bode Miller. Zweiter wurde nach einem fulminanten Finaldurchgang der Italiener Simoncelli, der nur 26. nach dem ersten Lauf gewesen ist. Ebenfalls auf das Podium kam Christian Mayer aus Österreich. Der DSV-Athlet Andreas Ertl erreichte einen sehr guten elften Rang.

Geschichte:
Seit 1985 wird auf der 'Gran Risa' bei La Villa der Skiweltcup-Riesenslalom der Männer ausgetragen. Durch dieses Rennen zählt Alta Badia endgültig zu den bekanntesten Skigebieten des Alpenraumes.

Informationen und Kontakt Alta Badia:
web: www.altabadia.it
fon: +39 0471 920893
fax: +39 0471 203825