Die Französin Carole Montillet gewann die Abfahrt von Lake Louise in der Zeit von 01:34.03 Minuten vor DSV-Athletin
Hilde Gerg (01:34.19 Min.) und der Amerikanerin Kirsten Clark (01:34.33 Min.)

Nach Rückstand bei Zwischenzeit doch noch vorn:
Die erste Weltcup-Abfahrt der Damen hatte es in sich. Auf der knapp drei Kilometer langen Piste konnte Montillet das Rennen für sich entscheiden, nachdem sie im oberen Teil schon 0,90 Sekunden Rückstand hatte. Mit einer furiosen Fahrt im unteren Bereich holte sie den Rückstand aber noch auf und gewann das Rennen mit 16 Hundertstel Vorsprung auf Hilde Gerg vom DSV.

Starkes Comeback von Hilde Gerg:
Die Deutsche Hilde Gerg zeigte ein starkes Comeback. Da sie sich nach ihrer Verletzung im Moment nur auf die Speedrennen konzentriert, war es für Gerg das erste Rennen der Saison. Sie konnte gleich auf Anhieb einen sehr guten zweiten Rang erreichen. Und das auf der Strecke, auf der sie letztes Jahr stürzte und sich am Knie verletzte. Dieses Resultat lässt für die kommenden Rennen noch einiges von ihr erwarten.

Gutes DSV-Ergebnis:
Das DSV-Team zeigte insgesamt eine gute Leistung. Neben Hilde Gerg wussten auch andere DSV-Läuferinnen zu überzeugen. Maria Riesch, die im Abschlusstraining am Donnerstag Schnellste war, fuhr mit dem achten Rang ein sehr ansprechendes Resultat ein. Drittbeste Deutsche war Isabelle Huber auf Platz 14. Martina Ertl spielte keine Rolle und belegte den 35. Platz. Damit konnte sie heute
keine Weltcup-Punkte sammeln. Die weiteren Platzierungen der Deutschen: Regina Häusl 43. und Petra Haltmayr 45. Die junge Stefanie Stemmer fiel leider aus.

Schwierige Bedingungen:
Die Damen hatten mit schwierigen Bedingungen zu kämpfen. Ständig wechselnde Sichtverhältnisse und große Temperaturunterschiede zwischen Training und Wettkampf sorgten für ein sehr selektives Rennen. Damit kamen besonders die ÖSV-Athletinnen nicht gut zurecht.

ÖSV mit durchschnittlicher Leistung:
Die ÖSV-Damen konnten mit ihren gezeigten Leistungen nicht zufrieden sein. Alexandra Meissnitzer war noch die bestplatzierte auf dem siebten Rang. Alle anderen hoch gehandelten Stars hatten offenbar Materialprobleme, da es am Renntag zehn Grad kälter war als noch ein Tag zuvor. So mussten sich Renate Götschl als 13. und Michaela Dorfmeister als 18. mit mittelmäßigen Platzierungen zufrieden geben.