Die alpinen Herren haben ihr erstes komplettes Weltcup-Wochenende hinter sich. Nach Bode Millers Demonstration im Riesenslalom am Samstag, war es beim Slalom am Sonntag der Finne Kalle Palander, der die Konkurrenten in die Schranken wies und seinen ersten Saisonsieg feiern konnte.

Palander siegt vor Pranger und Rocca:
Kalle Palander macht im Slalom dort weiter, wo er am Ende der letzten Saison aufgehört hat. Der Finne gewann den Slalom von Park City (01:35.91 Minuten) vor dem Österreicher Manfred Pranger (01:36.60 Min.) und dem Italiener Giorgio Rocca (01:37.01).

Wirbel um Schönfelder:
Rainer Schönfelder hatte im ersten Durchgang eine zweite Startgelegenheit erhalten, nachdem er durch einen verletzten Streckenposten, den man im abgesperrten Bereich behandelte, irritiert worden war.
Gegen den Start des Österreichers im Finale legten aber andere Manschaften Protest ein, was zu einer 15-minütigen Verzögerung des Final-Durchganges führte. Schließlich ließ man Schönfelder doch starten. Er belegt den zweiten Platz (01:35.93 Min.), der ihm jedoch nachträglich aber aberkannt wurde. Nun ist es der ÖSV der Protest eingelegt hat.

Selektives Rennen - hohe Ausfallquote:
Von den 72 Startern des ersten Durchgangs schieden 15 aus. Unter den Gescheiterten ist auch der amtierende Slalomweltmeister Ivica Kostelic (KRO), der das Rennen eröffnete, sich aber bereits an einem Tor im oberen Streckenabschnitt verabschiedete.
Neben dem Weltmeister und elf weiteren Fahrern erreichten auch Bode Miller (USA), Thomas Grandi (CAN) und Mitja Kunc (SLO) nicht das Ziel des ersten Lauf.

Bode Miller verpasst 'Triple':
Der Amerikaner fuhr im ersten Durchgang an einem Tor vorbei, stapfte wieder nach oben, wurde aber schließlich von der Jury disqualifiziert. Von seiner Fahrzeit her war er eh entsprechend weit abgeschlagen und chancenlos im Hinblick auf das Finale.
Auch wenn Miller der dritte Sieg im dritten Rennen hintereinander versagt blieb, er ist hervorragend in die neue Saison gestartet. Weitere Weltcuppunkte für ihn im Slalom von Park City hätten den Konkurrenten um die große Kristallkugel sicher zu denken gegeben.
Bode Miller ist bekannt für seine 'Parforceritte' im Slalom. Auch wenn er dieses Mal leer ausgegangen ist: wer einen Slalom gegen die große und starke Konkurrenz gewinnen will, muss alles riskieren.
Trotz seines Ausscheidens hat Miller die Führung in der Wertung um den Gesamtweltcup behauptet.

Die deutschen Starter:
Für den Deutschen Skiverband waren Felix Neureuther, Alois Vogl und Andreas Ertl am Start des ersten Slalom dieser Saison.
Neureuther fehlten zur Qualifikation für den Finallauf schließlich 22 Hundertstel Sekunden; er beendete den ersten Durchgang als 34. und verpasste das Finale knapp.
Alois Vogl wies als 41. des ersten Laufes einen Rückstand von 67 Hundertstel Sekunden auf den anvisierten 30. Platz auf, Andreas Ertl schied mit der Startnummer 62 im ersten Durchgang aus.

Brolenius, Thaler, Matt, Engl, Nilsen und Roy:
Hervorzuheben sind jene Athleten, die trotz hoher Startnummern die Qualifikation für das Finale schafften.
Der Schwede Johan Brolenius fuhr mit Startnummer 26 vor auf Rang neun, Patrick Thaler aus Italien erreichte als 37. des ersten Laufes immerhin Position zwölf.
Auch Mario Matt (AUT, Startnummer 42) als 16., sein Landsmann Kurt Engl (39) als 20., der Norweger Andreas Nilsen (46) auf Platz 26 und J. Roy (CAN, 64) als 27., zeitgleich mit dem Franzosen Tissot (41), schafften den Sprung in das Finale.