Der US-Amerikaner Bode Miller drückte dem ersten Rennen der neuen Weltcupsaison seinen Stempel auf. Der US-Boy dominierte insbesondere den Final-Durchgang und siegte in der Gesamtzeit von 02:09:58 Min. vor den beiden Franzosen Frederic Covili (02:10:70 Min.) und Joel Chenal (02:10:76 Min.). Der Südtiroler Arnold Rieder kam nach starker Leistung überraschend auf den vierten Platz.

ÖSV am Nationalfeiertag geschlagen:
Das hatte man sich in Österreich sicherlich etwas anders vorgestellt. Am Nationalfeiertag waren über 15.000 Fans auf den Söldener Gletscher gepilgert, um ihre Mannschaft anzufeuern und natürlich siegen zu sehen. Aber weder Gesamt-Weltcupsieger Stephan Eberharter (Platz 8) noch Superstar Hermann Maier (Platz 16) konnten diese Erwartungen erfüllen. Bester Österreicher war indes der Pitztaler Benjamin Raich, der mit seinem fünften Platz zu überzeugen wusste.

DSV-Duo vorzeitig ausgeschieden:
Die beiden DSV-Starter Andreas Ertl und Felix Neureuther verpassten die Chance zum Sprung ins Finale. Beide Fahrer schieden vorzeitig aus. Ertl (Startnummer 29), lag bis zur Zwischenzeit nur 0,7 Sekunden hinter der Bestzeit des US-Amerikaners Bode Miller und brachte sich selbst durch einen Flüchtigkeitsfehler um den Sprung unter die besten 30 Fahrer, der zur Teilnahme am zweiten Durchgang berechtigt. Youngster Felix Neureuther hatte mit Startnummer 71 (von 80 Startern) indes eh nur Außenseiterchancen auf eine Finalteilnahme.

Stimmen:
Hermann Maier: "Miller ist sehr gut gefahren, Gratulation. Ich hab mein Ziel hier erreicht, aber in den schnellen Disziplinen erwarte ich von mir mehr."

Andreas Ertl: "Ich war schon fast im Flachstück, wollte dort schon Gas geben, hatte allerdings zu wenig Druck auf dem Außenski und da bin ich weggerutscht und ausgeschieden. Ich bin natürlich sauer, aber so weiß ich wenigstens, dass ich schnell unterwegs bin."

DSV-Herren-Cheftrainer Werner Margreiter: "Der Andreas hat sich bis zum Ausscheiden sehr gut geschlagen, darauf können wir aufbauen - Hut ab."

Sölden im Sonnenschein:
Auch am Sonntag meinte es der Wettergott mit den Skifahrern mehr als gut. Bei strahlendem Sonnenschein und kernigen Minusgraden (minus 14 Grad Celsius am Morgen) konnten die Athleten ihren Weltcup-Auftakt absolvieren.

Gletscherschnee sorgte für viele Ausfälle:
Eine knallharte, eisige und überdies anspruchsvolle Piste sorgte für zahlreiche Ausfälle. Viele Wellen machten den Fahrern Probleme, einige Bindungen öffneten sich - bedingt durch die Schläge - gar während der Fahrt.