Für den Norweger Kjetil-Andre Aamodt ist die Saison vermutlich gelaufen. So schätzt der Skistar die Lage jedenfalls selbst ein. "Meiner Meinung nach ist diese Saison vorbei", vermutete Aamodt.

Sturz fünf Tage vor dem Weltcup-Auftakt:
Der 32-Jährige hatte im Riesenslalom-Training an einem Tor eingefädelt und stürzte danach auf die Piste. Dabei zog er sich einen Innenknöchelbruch des rechten Sprunggelenks sowie eine Knochenprellung des Schienbeinkopfes im rechten Bein zu. Sofort nach seinem Sturz wurde er per Hubschrauber in ein Krankenhaus eingeliefert und operiert. Dort wurden dann die erwähnten Verletzungen diagnostiziert. Kjetil zeigte sich bereits erholt aber auch getroffen. "Es geht mir gut, aber es ist sicher traurig, dass ich mich fünf Tage vor der Saison verletzt habe", erklärte Aamodt.

Ärzte zeigen sich optimistisch:
Das Ärzte-Team äußerte sich auf einer Pressekonferenz in Innsbruck optimistisch und glaubt, dass der Rekord-Medaillengewinner (Olympia und WM) schon in zwei bis drei Wochen das Aufbautraining aufnehmen kann. Ein spezieller Sportschuh mit Schiene soll hierbei helfen. Aamodt kann so das verletzte rechte Bein bereits einer Teilbelastung unterziehen.

Keine schlimmen Verletzungen am Knie:
Immerhin hatte der 'Nordmann' auch Glück im Unglück. Das Knie blieb fast gänzlich verschont, nur ein leichter Gelenkerguss sei festgestellt worden. Laut Aussage der Ärzte wird Aamodt in ein bis zwei Monaten völlig schmerzfrei sein. Nach der geglückten Operation kann der Norweger Anfang kommender Woche mit seiner Entlassung aus dem Krankenhaus rechnen.

'War nach 14 Jahren wohl einfach an der Reihe'
"Der Unfall hat sehr wehgetan. Ich habe geschrien wie ein Schwein", erinnerte sich der dreifache Olympiasieger. "Vielleicht bin ich jetzt mehr motiviert für die letzten Jahre meiner Karriere", gewann der Altmeister der ganzen Sache einen positiven Blickwinkel ab.