St. Anton wird im kommenden Winter nun doch nicht Schauplatz von Herren-Weltcup-Skirennen sein. Der Tourismusverband sprach sich gegen Abfahrt und Slalom am 14. und 15. Februar 2004 aus. Die beiden Rennen waren bereits im offiziellen Weltcup-Kalender des Internationalen Ski-Verbandes (FIS) für 2003/04 angekündigt.

Ende einer Ära:
"Das ist eine Katastrophe für einen Traditionsort wie St. Anton. Das älteste Skirennen der Welt ist zu Grabe getragen worden", betonte Österreichs Skilegende Karl Schranz gegenüber der APA.
Die Begründung:
Begründet wurde die Ablehnung damit, dass es sich bei dem Wochenende Mitte Februar um "keinen guten Zeitpunkt wegen der Hochsaison" handle. Schranz, 'Erfinder' der 36. Alpinen Ski- Weltmeisterschaften in St. Anton 2001, hatte sich gemeinsam mit dem Obmann des Tourismusverbandes und dem Bürgermeister zwar vehement für die Weltcup-Veranstaltung am 14./15. Februar eingesetzt - jedoch erfolglos.

Ort hatte bereits zugesagt:
"Der Ort hat ja bereits für die Rennen gestimmt, denn in der ersten Abstimmung des Tourismusverbandes waren mit Ausnahme von zwei Enthaltungen alle dafür. Alles war bereits geplant - und jetzt das", lautete der fassungslose Kommentar von Schranz, der nun Sanktionen durch den Bund und das Land befürchtet.

Befürchtung vor negativen Folgen:
"Wir haben wegen der WM 2001 von der öffentlichen Hand viel Geld bekommen, unter anderem fürs Zielstadion und die Beschneiungsanlage, und auch einen Vertrag abgeschlossen, in dem festgelegt wurde, dass zehn Jahre lang Weltcup-Rennen in St. Anton durchgeführt werden müssen", erklärte Österreichs erster Weltcup-Gesamtsieger der Geschichte, der auch von Seiten der FIS negative Folgen für St. Anton befürchtet.

Quelle:
Pressemeldung der APA vom 06. August 2003.