Nachdem bei einem der spektakulärsten Skirennen der Welt in den beiden letzten Jahren jeweils deutsche Herrenmannschaften siegreich waren, war in diesem Jahr ein Damenteam aus Deutschland am Start.

Slowenen holen den Sieg:
Das slowenische Herren-Team erwies sich bei teilweise nebeligen Sichtverhältnissen in diesem harten Skimarathon der Downhill-Cracks als das stärkste Trio. In der effektiven Gesamtfahrtzeit von 01:25:49 Std. (verteilt auf gut 16 Wettkampfstunden) fuhren die Jungs aus den südöstlichen Alpen in 105 Runden 154,875 Kilometer und schafften 44,1 Höhenkilometer. Dabei erreichten sie eine durchschnittliche Geschwindigkeit von 108 Km/h. Auch die schnellste Abfahrt ging auf das Konto der Slowenen. Primoz Skerbinek fuhr in 0:47:59 Min. die Bestzeit.

Enger Rennausgang:
Eng ging es auf den Verfolgerplätzen zu. Zweiter wurden die Norweger, die für die gleiche Strecke 01:26:21 Std. benötigten. Auch die Schweizer und das Team des Gastgebers Neuseeland konnten auf den Plätzen Drei und Vier immerhin noch die gleiche Rundenanzahl aufweisen. Die deutschen Titelverteidiger und Sieger der Jahre 2001 und 2002 um den ehemaligen Weltcup-Abfahrer Martin Fiala waren indes in diesem Jahr nicht am Start.

Das deutsche Damenteam:
Erstmals nahm ein deutsches Damenteam an diesem Ausdauerrennen teil. Christine Baumann (Waldkraiburg), Sandra Sabitzer (Freilassing) und Ela Kemper (Wiesbaden) wurden nach guten Saisonleistungen im alpinen Rennsport nach Neuseeland eingeladen, um sich mit Mannschaften aus Neuseeland, Kanada, USA, Schweiz, Norwegen, Italien und Slowenien im Kampf um den Titel bei den 50 k of Coronet Peak zu messen.

Damenkonkurrenz ging an das Team Neuseeland:
Vier Damenteams hatten sich der Aufgabe gestellt und die Gastgeberinnen erwiesen sich als eindeutig stärkstes Team. Neuseeland siegte am Ende verdient nach 104 Runden und 153,4 gefahrenen Kilometern, für die die Damen eine effektive Fahrzeit von 01:28:35 Std. benötigten. Das Team USA belegte bei gleicher Kilometerleistung in 01:30:09 Std. den zweiten Rang. Dahinter landeten die Kanadierinnen und die Deutschen abgeschlagen auf den Plätzen Drei und Vier. beide Mannschften hatten mit verletzungsbedingten Ausfällen zu kämpfen. So schaffte nur Christine Baumann die volle Renndistanz. Sandra Sabitzer und Ela Kemper mussten im Laufe der Nacht nach Stürzen das Handtuch werfen. Beide trugen Knieverletzungen davon.

Das Rennen:
Hierbei gilt es 50.000 vertikale Höhenmeter so schnell wie möglich zurückzulegen und darüber hinaus die meisten Rundenzahlen in einer Zeit von ca. 16 Stunden zu absolvieren. Zwei Teammitglieder sind dabei ständig auf
der Piste, während die dritte Starterin ausruht, sich verpflegt oder die Ski präpariert. Die Wechsel sind fliegend, jeweils beim Einstieg in den Sessellift.

Vierte Auflage - guter Zweck:
Die 50 k of Coronet Peak wurde zum vierten Mal ausgetragen und dient einem wohltätigen Zweck. Rennen und Rahmenveranstaltungen werden zu Gunsten der Cure Kids veranstaltet, einer Organisation, die kranke Kinder
unterstützt.

Alle Infos zum Rennen www.50kofcoronetpeak.com