"Eigentlich ist ja der Winter eine halbe Ewigkeit entfernt, aber nicht unerreichbar weit entfernt. Wir fahren Mitte Juli 2003 nach Neuseeland in den tiefsten Winter, um Deutschland beim 50 Kilometer-Skirennen von Coronet zu vertreten." So wird man auf der Team-Homepage auf die kommenden 'Großtaten' der drei deutschen Damen eingestimmt.

Überraschende Nomminierung:
Überraschender Weise sind Sandra Sabitzer aus Freilassing zusammen mit Ela Kemper und Christine Baumann für das Rennen, an dem Teams aus der ganzen Welt teilnehmen, nominiert worden. Sieger des Rennens ist das Team, das am 28. Juli 2993 ab 18 Uhr Ortszeit beginnend am schnellsten 50 Kilometer Höhendifferenz talwärts überwindet.

Nummer zwei in der Welt:
Die 50K of Coronet gelten als das weltweit zweitwichtigste Langstrecken-Skirennen nach den 24 Stunden von Aspen.

Der Weg zum Start:
Angefangen hatte alles schon im März am Rande der höchsten Gletscherabfahrt der Welt, als Sandra Sabitzer (Skiclub Oberhausen) aus Freilassing auf Ela Kemper aus Wiesbaden traf. Der heutige Teammanager und mehrfache Skiweltrekordhalter (2003: 168 h und 453000 Höhenmeter talwärts non-stop auf Skiern) erzählte den beiden von den 50 K von Coronet. Die beiden wollten sich anmelden, brauchten allerdings noch ein drittes Teammitglied, das mit Christine Baumann aus Waldkraiburg schnell gefunden war. Zusammen meldeten sich die drei an und Ende Mai klingelte mitten in der Nacht bei Christian das Telefon. Am anderen Ende der Leitung das andere Ende der Welt, Wayne Cafe, Renndirektor des Rennens, und fragte an, ob die drei nicht Lust hätten zu starten. Binnen eines Tages stand die Entscheidung: Damit war für die drei Mädels der Sommer vorbei, denn die Vorbereitung auf Coronet musste schnell beginnen.

Über Chancen und Anforderungen:
Etliche Konditionseinheiten auf Mountainbike und Inlineskates liegen schon hinter den 'Snowqueens', O-Ton Christian, ab Anfang Juli liegt der Focus endgültig auf Schnee und den europäischen Gletscher. Teammanager Christian Flühr zu dem Rennen: "Die 50 K von Coronet sind nach den 24 Stunden von Aspen das zweitwichtigste Langstrecken-Skirennen der Welt und am Start werden etliche Starter und Starterinnen mit Weltcuperfahrung sein." Ob diese Erfahrung von Vorteil ist, bleibt abzuwarten, denn auch das deutsche, als eines von insgesamt 4 Damenteams, hat Qualitäten, die ihresgleichen suchen. Die drei Skirennläuferinnen haben durch Starts bei den vier längsten Abfahrtsrennen der Welt und der Unterstützung von Christian bei seinem letzten Weltrekordversuch eine Erfahrung, die für die etwa 16 Rennstunden nicht zu unterschätzen sind.

Der Rennablauf:
Bei jeder Abfahrt überwinden sie in Coronet knapp über 500 Höhenmeter, insgesamt sind in etwa 100 Fahrten zu machen, alles in tiefster Rennhocke bei Geschwindigkeiten von über 100 km/h, bergwärts geht es mit einer Vierersesselbahn. Zeitgleich sind immer 2 unterwegs, die innerhalb von 3 Sekunden bei jeder Fahrt das Ziel passieren müssen, dort ist auch die Wechselzone für die Nummer 3 des Teams. Ein Wechsel ist nach jeder Fahrt möglich.

Countdown läuft:
Endgültig auf den Weg nach Neuseeland macht sich das Team um den 20. Juli 2003, um sich vor Ort noch einige Tage akklimatisieren zu können. Die drei Snowqueens sind auch im Internet unter www.snowqueens.4d2.de zu finden, wo es viele weitere Informationen zum Start in Neuseeland gibt