Die federführenden Kräfte bei den Bemühungen, die Olympischen Winterspiele nach Reno-Tahoe zu holen, haben sich zum amerikanischen Spitzenkandidaten für die Ausrichtung der Spiele des Jahres 2014 erklärt.

Zuversicht:
"Wir sind zuversichtlich, dass wir weit in Führung vor jedem anderen, besonders vor jedem anderen in den Vereinigten Staaten liegen", sagte Jim Vanden Heuvel, ein Vertriebsberater für Sportartikel in Reno, der zusammen mit einer gemeinnützigen Gruppe die Bemühungen vorantreibt.

Historie:
Die Olympischen Winterspiele des Jahres 1960 fanden in Squaw Valley/USA statt, ungefähr eine Stunde von Reno entfernt zwischen Truckee/Kalifornien und Tahoe City/Kalifornien am Nordwest-Ufer des Lake Tahoe.
Denver und Lake Placid/New York, das darüber nachdenkt, sich zusammen mit Quebec in Kanada um eine gemeinsame Ausrichtung der Spiele zu bewerben, gehören zu den anderen Städten, die ihr Interesse an den Spielen des Jahres 2014 zum Ausdruck gebracht haben.

Über Chancen:
Jack Kelly, ein altgedienter Berater für Olympia-Bewerbungen aus Dallas, der die Bemühungen von Reno-Tahoe unterstützt, hat vorausgesagt, dass Reno-Tahoe ganz oben auf der Liste platziert sein wird, wenn das amerikanische Olympische Komitee im Jahre 2005 damit beginnen wird, offizielle Anträge anzunehmen. Es ist geplant, dass das Internationale Olympische Komitee die Entscheidung für einen Austragungsort im Jahre 2007 treffen wird.
Kelly, Präsident der Goodwill Games von 1990-1996, sagte, er bezweifele, dass Lake Placid gewinnen werde, da es bereits zwei Olympische Spiele ausgerichtet hat und Denvers Anstrengungen seien zum Scheitern verurteilt, da es sich im Jahre 1976 von der Ausrichtung der Spiele zurückgezogen habe.

Über die Konkurrenz:
"Seit damals hat neben dem Namen Denver stets ein großes schwarzes X gestanden", sagte Kelly, der Geschäftsführer, der in Atlanta ansässigen Sport-Management-Firma Event Partners, die kürzlich Houstons Bewerbung um die Olympischen Sommerspiele des Jahres 2012 unterstützt hat.
Dennoch haben Vertreter der Stadt Denver um Kellys Rat bei der Bewerbung um die Spiele des Jahres 2014 gebeten, sagte er.
"In dem Augenblick, in dem der Ruf nach Bewerbungen zu hören sein wird, werden wir die ersten sein, die sich bewegen. Wir könnten sogar in der Lage sein, einige der weniger bedeutenden Kandidaten davon abzuhalten, aufzustehen und sich gegen uns zu bewerben", sagte er.

Über die Substanz von Reno-Tahoe:
Die gemeinnützige Gruppe Reno-Tahoe Winter Games 2014, die sich im letzten Jahr gegründet hat, hat am Dienstag eine für 60000 US-Dollar erstellte Machbarkeitsstudie veröffentlicht, die die Stärken und Defizite von Reno-Tahoe hinsichtlich der Austragung der Spiele beleuchtet.
"Seitdem wir begonnen haben, darüber zu sprechen, wusstest du, dass dies ein Ort ist, der im Vergleich mit anderen internationalen Austragungsorten die Spiele ausrichten könnte", sagte Kelly.
"Nun beschäftigen wir uns mit Stärken und Schwächen, wir überlegen uns, wo wir verschiedene Wettbewerbsorte einrichten und wo man beispielsweise eine Sprungschanze und eine Rodelbahn aufbauen könnte", sagte er.

Zu den Stärken gehören:
- die Möglichkeit, sehr viele Tickets zu verkaufen, da im Umkreis von vier Stunden von Reno 13 Millionen Menschen leben; das ist sehr viel im Vergleich zu Salt Lake City, wo nur 3 Millionen Menschen so nahe am Austragungsort lebten.
- 40.000 Hotelzimmer im Gebiet von Reno-Sparks-Tahoe.
- ein großer internationaler Flughafen, Reno-Tahoe International, der nur eine Stunde von den meisten Austragungsorten entfernt ist.
- die Universität von Nevada in Reno mit ihren Sportanlagen und einem Football-Stadion, das vergrößert werden kann, um bei Feiern 40.000 Zuschauern Platz zu bieten.
- ein Kongreßzentrum, das als ein Rundfunkzentrum dienen könnte.

Die 'To-Do-Liste':
Die Überprüfung fand keine riesengroßen Mängel, listete jedoch einige 'Herausforderungen' auf; es folgen nun einige von ihnen:
- begrenzte Park-and-Ride-Einrichtungen, um zu Veranstaltungen pendeln zu können.
- für den Abfahrtslauf und den Super-G-Lauf ist ein Höchstmaß an Entwicklung vonnöten
- es müssten wahrscheinlich wenigstens drei neue Austragungsorte für den Eisschnelllauf gebaut werden.
- eine Abweichung von den olympischen Regeln müsste wohl beantragt werden, damit der Skilanglauf und die Biathlon-Veranstaltung in einer größeren Höhe stattfinden können als üblich