Jin-sun-Kim versuchte diplomatisch zu klingen, als er erklärte, warum Südkoreas Bewerbung um die Olympischen Winterspiele des Jahres 2010 in Pyeongchang für das Internationale Olympische Komitee höchst sinnvoll ist.

Asien erst zweimal Ausrichter:
"Mit allem Respekt für die Bewerbungen der anderen Städte sollte das IOC einmal darüber nachdenken, welcher Ort wirklich etwas verändert", sagte der Gouverneur der südkoreanischen Provinz Gangwon am Mittwoch über einen Dolmetscher. "Die Spiele des Jahres 2010 werden die 21. Olympischen Winterspiele sein. Wir hatten bisher neunzehn. Nur zweimal wurden sie an Asien vergeben, beide Male an Japan. Zweimal fanden die Spiele im österreichischen Innsbruck statt. Kanada hatte seine Olympischen Winterspiele in Calgary. Wir können wirklich Sport in ganz Asien verbreiten. Es ist wichtig, dass sie uns die Gelegenheit dazu geben".

Entscheidung fällt am 02. Juli in Prag:
Die Entscheidung des IOC wird am 2. Juli in Prag bekanntgegeben werden. Pyeongchang, die Wintersport-Zone der Provinz Gangwon, tritt an gegen Vancouver (Kanada) und Salzburg (Österreich). Die Olympischen Winterspiele des Jahres 2006 sind an Turin, Italien vergeben worden.
Kim weiß, dass die Bewerbung seiner Provinz unverzüglich Sicherheitsfragen aufwirft in diesen in politischer Hinsicht in dieser Region der Welt sehr sensiblen Zeiten.

Politische Brisanz:
"Wir verstehen, dass die nordkoreanische Angelegenheit sehr viel Aufmerksamkeit bekommt", sagte er. "Es hat immer eine gewisse Spannung gegeben, da die beiden Koreas geteilt sind. Aber es ist nie ein größeres Sicherheitsproblem gewesen. Die Olympischen Spiele des Jahres 1988 und die Fußball-Weltmeisterschaft des Jahres 2002 wurden ohne Sicherheitsprobleme ausgetragen und sie waren beide sehr erfolgreich. Wir glauben nicht, dass dies unserer Bewerbung schaden wird. Eigentlich ist dies einer der besten Gründe, die Spiele in unsere Provinz zu bringen. Es ist die einzige geteilte Provinz auf der Halbinsel. Wenn die Olympischen Spiele zu uns gebracht würden, wäre das ein Symbol des Friedens".

Zeichen auf dem Weg zur Wiedervereinigung?
Kim sagte, die beiden Koreas hätten in ihren Beziehungen nach den Olympischen Spielen 1988 in Seoul Fortschritte gemacht. Es hat Diskussionen gegeben über die Bildung eines gesamtkoreanischen Teams für die Olympischen Sommerspiele 2004 in Athen. "Wir möchten der gesamten Welt eine Botschaft des Friedens bringen", sagte er. "Wir wollen die Beziehungen auf ein höheres Niveau bringen und uns in Richtung Wiedervereinigung bewegen. An dieser Stelle kann das IOC der Menschheit einen großen Dienst erweisen."
Kim sagte, Pyeongchang habe fünf große Skigebiete und würde neue Eislaufbahnen bauen, die die alten ersetzen sollen, wenn es die Spiele bekäme. Was ihn selbst betrifft, so sagte er: "Ich laufe Schlittschuh und fahre Ski. Nicht sehr gut."