Der Gegenspieler ist bekannt. Längst ist der Wärmespender am blauen Himmel auch als Übeltäter für die Haut entlarvt. Viele Sportler unterschätzen noch immer die Auswirkungen der Sonne. An einem ereignisreichen und häufig langen Sporttag an der frischen Luft vergisst so mancher Sportenthusiast den Griff zur Tube. Das böse Erwachen folgt dann auf dem Fuße - Sonnenbrand. Damit es dazu nicht kommt, möchten wir alle Sportfans auf diesem Weg nochmals für das Thema Sonnenschutz sensibilisieren. Dazu zunächst einige Informationen.

Die Sonne:
Die Sonne ist der Ausgangspunkt unserer Betrachtung. der Fixstern am Himmel setzt sich im äußeren Bereich aus 71% Wasserstoff, 27% Helium und 2% weiteren Elementen zusammen. Die Energie der Sonne entsteht durch Kernfusion in ihrem Inneren.

Über Wellen:
Forschungen haben ergeben, dass die Sonnenstrahlung letztlich elektromagnetische Wellen mit Wellenlängen zwischen 280 und 3.000 Nanometern darstellt. Dies teilt sich in drei Bereiche auf. So sind 51,8% sichtbares Licht, 43,9% macht das Infrarotlicht aus und nur 4,3% werden der Ultra Violett Strahlung (UV-Strahlung) zugeschrieben.

Ozon - Schutzschild auf dem Rückzug:
Die UV-Strahlung bewirkt beim Eintritt in der Erdatmosphäre im Zusammenspiel mit Sauerstoff die Entstehung von Ozon, welches wiederum einen teil der UV-Strahlung absorbieren kann. Doch im Zuge der abnehmenden Ozonschicht trifft immer mehr UV-Strahlung ungehemmt die Erde und deren Bewohner. Ein Problem speziell für die Haut!

Wenn Sonnenstrahlen auf die Haut treffen:
Die UV-Strahlung trifft also nun auf die menschliche Haut und bewirkt dort photochemische Reaktionen, die zu Veränderungen des Stoffwechsels in der Hautzelle des Gewebes führen.

Die Gefahr lauert in den UV-Strahlen:
Die UV-Strahlen, die sich nochmals in die drei Unterklassen UV-A, UV-B und UV-C aufspalten lassen, sorgen durch das Eindringen in die Haut und die Veränderung der Gewebestruktur für die so hochgeschätzte Urlaubsbräune, doch bei übertriebenem Sonnenbad kann es auch den unangenehmen Schattenseiten dieser Vorgehensweise kommen - Hautkrebs. Der größte Anteil von UV-Strahlung besteht aus UV-A-Strahlen. Es ist die langwelligste UV-Strahlung. Diese Strahlen dringen bis in die Lederhaut ein und sind auch für vorzeitige Hautalterung verantwortlich. UV-B-Strahlen haben hingegen mit der Bildung von Vitamin D zu tun und sorgen daher auch für den Knochenbau. Ca. 10 % der UV-B-Strahlen erreichen zudem die Basalzellschicht und aktivieren dort Melanozyten zur Bildung von Melanin, dem Hautpigment. Geht man indes ungeschützt in die Sonne, bewirken UV-B-Strahlen in hohen Dosen Sonnenbrand. Die Keratinozyten werden schwer geschädigt, die Zelle sterben ab.

Das richtige Verhalten:
Wie kann man nun die Sonne sicher genießen? Sechs Regeln, die es zu beachten gilt, können für einen sicheren Umgang mit dem Energiespender Sonne sorgen.

6 Regeln (empfohlen von Piz Buin):
1. Eine qualitativ gute Sonnencreme vermindert Hautschäden. Achten Sie darauf, dass Ihre Sonnencreme über breite UVB-Filter (gegen Sonnenbrand) und UVA-Filter (gegen frühzeitige Hautalterung) verfügt.

2. Den richtigen Sonnenschutzfaktor (SPF) für Ihren Hauttyp wählen. Der auf dem Produkt ausgewiesene Schutzfaktor (SPF) dient als theoretische Richtlinie zur Ermittlung des richtigen Sonnenschutzes für Ihren Hauttyp. Wenn Sie beispielsweise 15 Minuten in der Sonne sein können, ohne sich zu verbrennen, verfügen Sie über eine Eigenschutzzeit von 15 Minuten. Zur Berechnung Ihrer Aufenthaltszeit in der Sonne multiplizieren Sie den ausgewiesenen Schutzfaktor (SPF) mit Ihrer individuellen Schutzzeit: wenn Ihre Eigenschutzzeit 15 Minuten beträgt und Sie einen Sonnenschutzfaktor (SPF) 8 verwenden, können Sie sich für 120 Minuten (15x8) in der Sonne aufhalten, ohne sich zu verbrennen. Falls Sie nicht sicher sind, welchen Schutzfaktor (SPF) Sie verwenden sollten, fragen Sie bitte einen Experten.

3. Intensive Sonneneinstrahlung zwischen 11:00 und 15.00 Uhr vermeiden. Empfindliche Hautstellen wie die Augen, Lippen und Schultern mit einem höheren Schutzfaktor besonders gut schützen.

4. Sonnenschutz 30 Minuten vor den Aktivitäten in der Sonne auftragen – so kann das Produkt gut in die Haut einziehen. Wiederholen Sie die Anwendung regelmäßig (alle zwei Stunden) während des ganzen Tages.

5. Tragen Sie jeden Tag Sonnencreme auf. Die UV-Strahlen dringen auch bei bewölk-tem Himmel, Nebel und an schattigen Orten durch. Auch Textilien sind UV-Strahlen durchlässig.

6. Schützen Sie Ihren Kopf, indem Sie eine Kopfbedeckung tragen. Bei Sonnenbrillen darauf achten, dass die Linsen über einen UV-Schutz verfügen.