In der nächsten Saison wird es nun also doch Weltcup-Rennen der Männer in den USA geben. In einer Entscheidung kurz vor dem Ende der Tagung stimmte das Weltcup-Komitee des Internationalen Ski-Verbandes (FIS) dafür, Park City im US-Bundesstaat Utah einen Weltcup-Slalom und einen Weltcup-Riesenslalom der Männer austragen zu lassen.

DSV musste passen:
Die Änderung in letzter Minute während der FIS-Tagung in Straßburg (Frankreich) wurde notwendig, da der Deutsche Ski-Verband seine Bewerbung als Gastgeber für Rennen an einem der vorgesehenen Weltcup-Schauplätze wegen finanzieller Probleme zurückziehen musste. Die Weltcup-Rennen der Männer in Park City werden nun am 22. und 23. November stattfinden.

Lange Tradition stand vor dem Ende:
Ursprünglich war vorgesehen, dass die USA während der gesamten Saison lediglich zwei Weltcup-Rennen der Frauen ausrichten sollten, die an dem Wochenende nach den Rennen der Männer stattfinden sollten, und zwar auch in Park City. Damit wäre eine lange Tradition zu Ende gegangen, der zufolge sowohl die Männer als auch die Frauen ihre Besuche in Nordamerika in Park City begannen. Als der Deutsche Ski Verband seine Bewerbung zurückzog, machte sich die US Ski und Snowboard Vereinigung (USSA) unverzüglich an die Arbeit, um die technischen Disziplinen der Männer in die USA zurückzuholen.

Starkes Team braucht Rennen in der Heimat:
"Unsere Männer müssen einfach zu Hause skilaufen", sagte Alan Ashley, der Vizepräsident der USSA. "Wir haben eines der besten Teams auf der Welt und einen der besten Skiläufer".

Über Pläne und ihre Auswirkungen:
Die USA waren auf dem ursprünglichen Weltcup-Plan bei den Männern nicht vertreten, da sie einmal angedeutet hatten, dass sie im Jahre 2004 ein FIS Weltcup-Finale für sämtliche Disziplinen ausrichten würden. Dies erwies sich als undurchführbar, und zwar aus finanziellen Gründen, und als die USA den Plan aufgaben, weigerte sich der FIS, den Slalom und den Riesenslalom der Männer als Teil dessen, was als 'Amerikas Eröffnung' bekannt geworden ist, eine Serie von vier Rennen von Männern und Frauen in Park City, wieder ins Programm zu nehmen.

Warmes Wetter hatte Park City schon einmal ausgebremst:
Die USA haben die Rennen viele Jahre lang ausgerichtet. Aufgrund des außergewöhnlich warmen Wetters konnten die Rennen in Park City im Jahre 2001 nicht stattfinden. Andererseits ist das 'America’s Opening' über einen langen Zeitraum hindurch ein fester Bestandteil des Alpinen Weltcup-Zirkusses gewesen.

FIS bestätigt Rennen in Beaver Creek:
Die FIS hat in Straßburg ebenfalls bestätigt, dass in Beaver Creek im US-Bundesstaat Colorado am ersten Wochenende im Dezember ein Abfahrtslauf und ein Super-G-Rennen stattfinden werden. Für eine Weile waren diese Rennen in Gefahr und zwar aufgrund eines Versehens - die Rennen waren für das Thanksgiving-Wochenende angesetzt worden, und an diesem Wochenende finden in Vail und Beaver Creek keine Rennen statt. Beaver Creek bat darum, das Rennen um eine Woche zu verschieben.

Verschiebebahnhof:
Dies schien anfangs unmöglich zu sein, da selbstverständlich auch die anderen Austragungsorte ihre Verpflichtungen hatten. Eine nachfolgende Befragung der Organisatoren der Abfahrtsrennen ergab jedoch, dass sämtliche Organisatoren der Rennen in den ersten Saisonwochen gerne ihr Rennen um eine Woche verschieben würden - also konnte die FIS Beaver Creeks Bitte erfüllen.

Park City in Zukunft wieder im alten 'Trott':
Während in dieser Saison die Rennen in Park City an zwei Wochenenden stattfinden werden, wird in der Saison 2004/2005 alles wieder seinen 'normalen' Gang gehen, das heißt, die Damen- und Herren-Rennen in Park City werden an vier Tagen hintereinander stattfinden.

Aspen dann auch wieder an Bord:
Der Weltcup-Plan für die Saison 2004/2005 sieht so aus, dass auch Aspen wieder zum Programm der Damen gehören wird - und zwar mit einem Super-G-Rennen und einem Slalom-Rennen, die den Eröffnungs-Rennen in Park City folgen werden.