Mit dem fünften Slalomsieg der laufenden Saison verdeutlicht Janica Kostelic (01:45,84 Minuten) ihre Dominanz als derzeit stärkste Athletin des alpinen Weltcups. Im schwedischen Are kamen hinter der Kroatin Anja Pärson (SWE, 01:46,47 Minuten) und Monika Bergmann (GER, 01:47,58 Minuten) auf die begehrten Podestplätze.

Erfreuliches DSV-Resultat:
Vierte wurde Nicole Gius (ITA, 01:48,19 Minuten) vor Tanja Poutiainen (FIN, 01:48,33 Minuten). Martina Ertl (GER, 01:48,63 Minuten) punktete als Siebte ebenso wie Annemarie Gerg (GER, 01:49,40 Minuten) als Zwölfte. Damit fuhren alle drei DSV-Starterinnen in die oberen Punkteränge.

Anspruchsvoller Kurs:
Gerade im ersten Durchgang hatte der kroatische Trainer Ante Kostelic einen schwierigen Kurs geflaggt. Die Schlüsselstellen zwischen den 60 Richtungstoren waren der Übergang in den Steilhang und eine direkt davor liegende Dreier-Vertikale. Außerdem lagen mitunter nur fünf bis sechs Meter zwischen zwei Toren - der Kurs war sehr eng gesteckt. Viele Fahrerinnen schieden aus, noch mehr kamen im ersten Durchgang mit Zeitrückständen zwischen drei und vier Sekunden ins Ziel - Welten im Slalom, doch das ist die neue Zeitrechnung seit Janica Kostelic, die in beiden Durchgängen gigantische Laufbestzeiten vorlegte.

Bergmann hervorragend:
Auch Monika Bergmann (GER) kam mit dem anspruchsvollen Kurs sehr gut zurecht. Sie hatte im ersten Durchgang das Privileg, mit der Startnummer Eins das Rennen zu eröffnen: "Endlich mal die Eins. Da kann ich versuchen, die guten Pistenverhältnisse zu nutzen." Das ist der DSV-Athletin gelungen, sie beendete den ersten Durchgang als Dritte. Martina Ertl und Annemarie Gerg wussten ebenfalls zu überzeugen: Ertl war nach dem ersten Lauf Neunte, Gerg Elfte. Am Ende kamen ein siebter und ein zwölfter Platz heraus.

Janica Kostelic untermauert Ausnahmestellung:
Die Kroatin hatte bereits vor diesem achten Slalom der Saison zwei Weltcupwertungen gewonnen: Die im Slalom und die Gesamtwertung. Sicher können andere Technik-Spezialistinnen wie Anja Paerson (SWE), Laure Pequegnot (FRA), eine Sonja Nef (SUI) und auch weitere Janica Kostelic in einzelnen Rennen schlagen. Doch über die gesamte Saison gesehen, hat die junge Kroatin die Slalom-Disziplin beherrscht, wie nie zuvor. Martina Ertl über die Kroatin: "Sie ist sensationell gefahren, muss ich sagen; sie hat das ziemlich gut im Griff." Dem ist nichts hinzuzufügen.