Götschl, Dorfmeister, Obermoser - drei Damen, drei Namen, drei Siege; nach Renate Götschls Sieg beim ersten Super-G am Freitag und Michaela Dorfmeisters Erfolg in der Abfahrt am Samstag konnte mit Brigitte 'Gitti' Obermoser am Sonntag beim zweiten Super-G an Innsbrucks Hausberg die dritte Österreicherin auch das dritte Rennen des Wochenendes gewinnen.

Gute Platzierung für Hilde Gerg:
Brigitte Obermoser (AUT) siegte in der Zeit von 01:28,06 Minuten vor Carole Montillet (FRA, 01:28,27 Minuten) und Renate Götschl (AUT, 01:28,32 Minuten). Auf Platz Vier rangieren zeitgleich Alexandra Meissnitzer (AUT) und Daniela Ceccarelli (ITA, 01:28,39 Minuten) vor Michaela Dorfmeister (AUT, 01:28,41 Minuten) und Hilde Gerg (GER, 01:28,44 Minuten).

Durchwachsen:
Abgesehen von der guten Platzierung Hilde Gergs konnte das DSV-Team nicht überzeugen: Martina Ertl wurde 17., Regina Häusl holte als 26. ebenfalls Weltcuppunkte. Isabelle Huber kam auf Position 36, Petra Haltmayr und Sibylle Brauner schieden aus. Maria Riesch war nicht am Start; sie vertritt den DSV bei den Junioren-Weltmeisterschaften in Frankreich.

Heimnimbus:
Nachdem in der Sierra Nevada (ESP) die beiden Abfahrten der Vorwoche ausgefallen waren, trugen die Speedladies des alpinen Weltcups in Innsbruck (Österreich) alle Rennen aus. Am Patscherkofel erteilten die ÖSV-Damen der Konkurrenz eine Lehrstunde - wieder einmal!

Phänomen Renate Götschl:
Die Speedqueen aus der Steiermark machte auf der 'Olympia Patscherkofel'-Piste dort weiter, wo sie bei den letzten Weltcuprennen in Innsbruck aufgehört hatte. Bereits im Jahr 2000 holte Renate Götschl beim gleichen Rennprogramm zwei Siege (Abfahrt, Super-G) und einen zweiten Platz (Super-G), also 280 Punkte aus drei Rennen. In dieser Saison kann sich Götschls Gesamtresultat ebenfalls sehen lassen: Ein Sieg, ein vierter und ein dritter Platz - Glückwunsch.

Entwarnung:
Nach ihrem schweren Sturz bei der Abfahrt am Samstag ist die Amerikanerin Caroline Lalive zum Glück nicht so schwer verletzt, wie anfangs befürchtet: Die Speedspezialistin erlitt eine schmerzhafte Lungenprellung und zwei Rippen sind angebrochen. Samstag: Etwa 15 Meter vor dem Ziel ließ die letzte kleine Bodenwelle Lalives rechten Ski nach außen laufen - sie verdrehte ihren Oberkörper und schlug bei sehr hoher Geschwindigkeit auf die Piste auf. Nach Minuten der Unterbrechung konnte die Amerikanerin mit einem Krankenwagen in das nächste Hospital gebracht werden. Sie war ansprechbar. Erste Vermutungen waren davon ausgegangen, Lalive könnte sich eine schlimme Rückenverletzung zugezogen haben. Dem ist nicht so.