Die Kandahar-Strecke von Garmisch-Partenkirchen hat den Abfahrern ihre Zähne gezeigt. Auf der eisigen Strecke vom 'Himmel' über die 'Hölle' zur Fis-Schneise kamen viele Athleten an die Grenze ihrer Belastbarkeit.

Eberharter bärenstark - Abfahrtsweltcup sicher:
Stephan Eberharter aus Österreich war der klare Sieger auf der 'Rüttelpiste' von Garmisch. Der 34-jährige Zillertaler siegte in der Zeit von 01:55,68 Min. deutlich vor dem Schweizer Didier Cuche (01:56,75 Min.) und dem US-Amerikaner Daron Rahlves (01:56,98 Min.). Die Plätze Vier und Fünf gingen mit Peter Rzehak und Christoph Gruber ebenfalls an zwei ÖSV-Fahrer. Damit steht Eberharter vorzeitig als Gewinner der kleinen Kristallkugel des besten Abfahrers fest.

Daron Rahlves mit Trainings-Tripple:
Der US-Amerikaner Daron Rahlves hatte sich mit drei Laufbestzeiten in allen drei Trainings auf der Kandahar in Garmisch-Partenkirchen in die Favoritenrolle für die Weltcupabfahrt gefahren. Der 29-jährige war auch im Qualifikationstraining der schnellste Mann im Schatten der Zugspitze.

Die Raufferstelle:
Max Rauffer konnte nach seinem Sturz beim zweiten Training auch den Abfahrtslauf nicht beenden. Ausgangs der Fis-Schneise stürzte der DSV-Fahrer exakt an der selben Stelle und raste in die Fangzäune. Doch nach ihm folgten dort noch viele Fahrer seinem Negativ-Beispiel - so auch Abfahrtsweltmeister Michael Walchhofer aus Österreich. Die Licht-Schatten-verhältnisse machten diese Kursstelle zu einer tückischen Falle für die Athleten. Auch Stefan Stankalla musste dort passen.

Miller und Aamodt im Schongang:
Die Kandahar beeindruckte auch hartgesottene Männer. So riskierten Bode Miller (USA) und Kjetil Andre Aamodt (NOR) bei weitem nicht alles - heil ankommen war ihr Ziel.

Der Kurs:
Der Kurs wurde vom Südtiroler Helmut Schmalzl mit 48 Toren recht flott ausgesteckt. Der Start liegt in 1700 m Höhe auf dem Kreuzjoch - das Ziel an der Osterfelder Talstation auf 740 Metern Höhe. Der Höhenunterschied auf der umgebauten Kandahar beträgt 960 Meter, die Länge 3,440 Kilometer, was eine Laufzeit von knapp zwei Minuten bedeutet.

Beste Bedingungen:
"Eisig, genau wie ich es mag", äußerte sich nicht nur Daron Rahlves aus den USA zu den Pistenbedingungen. Herrlichstes Rennwetter, blauer Himmel und eine anspruchsvolle Strecke sorgten für Hochstimmung im Lager der Abfahrtsspezialisten. Die Kandahar-Strecke, ein echter Klassiker und bei derart gutem Wetter ein Hochgenuss für die Zuschauer und die Aktiven.